Wahlprogramm Roedermark 2017, SPD, Samuel Diekmann

Mein Wahlprogramm 2017 – 2023

Liebe Leserinnen und Leser,

schön, dass Sie sich für meine Zukunftsvision und Gedanken über unsere wunderbare Stadt Rödermark interessieren. Ich hoffe, dass ich Sie mit meinen Ideen und Argumenten für ein besseres Rödermark überzeugen kann und Sie mich als Bürgermeister unserer Stadt wählen werden. Gute Politik beruht, davon bin ich ganz und gar überzeugt, auf zwei wesentlichen Grundannahmen: zum Einen ist dies der Wille des Bürgers sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und zum Anderen die verlässliche Annahme, dass Politik den Bürger in diesem Sinne unterstützt und nicht alleine lässt. Dies gilt auch für die Kommunalpolitik.

Diese Sichtweise schließt in einer Demokratie den Kompromiss mit ein, da nur so die Interessen des Einzelnen, in einer großen Gemeinschaft sich auf Dauer wiederfinden können. Diesen Gedanken werden Sie in dieser Agenda – aber ganz sicher auch in den Gesprächen mit mir – immer wieder begegnen.

Gemeinsam mit meiner Frau (der „Liebe meines Lebens“) bin ich nun seit 13 Jahren verheiratet und Vater von drei Kindern. Somit weiß ich aus eigener Erfahrung: Alleine schon wegen der Kinder muss Politik nachhaltig sein. Ich möchte Rödermark fit für die Zukunft machen.  Ein auf kurzfristige Effekte ausgerichtetes Handeln wird es mit meiner Person als Bürgermeister nicht geben.


Meine Auftaktveranstaltung in der Halle Urberach wurde live ins Internet übertragen und kann hier (Video unten) noch einmal nachgesehen werden:

  • Zeit 0:18:24 – Begrüßung durch Hidir Karademir
  • Zeit 0:24:00 – Interview zur Person Diekmann
  • Zeit 0:36:00 – Video zur neuen Rödermärker Mitte im Livestream (HIER in HD nachsehbar)
  • Zeit 0:41:00 – Interview zu Diekmann Rödermarkagenda 2023
  • Zeit 1:00:00 – Musikbeitrag von Ezgi Çavuş
  • Zeit 1:02:00 – Rede von Thorsten Schäfer-Gümbel
  • Zeit 1:19:00 – Fragen an den Kandidaten


Im Gegenteil: bewährtes möchte ich erhalten, aber auch Neues wagen! Niemand weiß was die Zukunft bringt, aber einige Dinge sind sehr wohl absehbar. Dazu ein kleines Beispiel: Wer einige Jahre das Thema Zahnhygiene vernachlässigt, muss damit rechnen, dass dieses sehr schnell nicht nur schmerzhaft, sondern auch teuer werden kann. Ähnlich ist es mit einigen Themenfelder in der Stadt. Wer Straßensanierungen oder bezahlbaren Wohnraum vernachlässigt oder nicht schafft, darf sich nicht wundern, wenn er später dafür die Rechnung zahlen muss. Ein guter Zahnarzt ist nicht der, der Ihnen trotz vieler Löcher im Zahn sagt, dass alles gut wäre, sondern derjenige, der die Löcher flickt und auf die Folgekosten hinweist.

Als Pastor – meinem Hauptberuf – glaube ich: „Ehrlich währt am längsten“. Auch in meinem Programm für Rödermark möchte ich nach dieser Überzeugung handeln und verspreche Ihnen nichts vorzumachen, sondern auf der Basis meines Wissens und meiner Überzeugungen  100% Ehrlichkeit, Transparenz und Offenheit an den Tag zu legen.

Das gilt sowohl für meine Vorstellungen zur Weiterentwicklung unserer liebenswerten Stadt, als auch für mein Wissen um Herausforderungen für unser Gemeinwesen. Und ja. Bei diesen Herausforderungen und deren Bewältigung müssen in Zukunft schwierige und vielleicht sogar unangenehme Beschlüsse gefasst werden. Dabei werde ich sie als Bürger aber mit einbeziehen. Versprochen!

Ich will Ihnen aber noch mehr als „Visionen“ anbieten oder „Hiobsbotschaften“ vorstellen. Ich biete Ihnen gute und tragfähige Lösungsmöglichkeiten an! Es wird Ihre Aufgabe sein diese Lösungsvorschläge zu bewerten und mir Ihr persönliches Vertrauen zu schenken. Ich will keine „Luftschlösser“ bauen, sondern Ihnen konkrete, nachvollziehbare und realistische Finanzierungsmodelle für meine Pläne und Ideen vorstellen.

Ich will in diesem Sinne und in klarer Einschätzung der Möglichkeiten „aus wenig viel machen“ und die Weichen für eine solide und machbare Zukunft stellen.

Hauptberuflich hatte ich bisher nichts mit Politik zu tun. Das sehe ich allerdings nicht als Nachteil, sondern eher als Vorteil. Ich möchte „frischen Wind“ ins Rathaus bringen. Dass ich das kann, davon bin überzeugt. Als 35-Jähriger bin ich zwar noch jung an Jahren. Meine beruflichen Erfahrungen als Pastor und Unternehmer sowie meine Persönlichkeit sollten Sie am Ende aber davon überzeugen, dass ich eine gute Wahl für das Rathaus bin.

In den folgenden Ausführungen stelle ich Ihnen meine grundsätzlichen Ideen als Ausgangspunkt für mein Handeln als Bürgermeister vor.

Für Ihre Stimme biete ich Ihnen persönlich mehr an: lernen Sie mich kennen! Sprechen Sie mich an. Laden Sie mich ein oder kommen Sie zu einer meiner vielen Veranstaltungen in den nächsten Monaten.

Ich freue mich auf viele spannende und informative Gespräche und Begegnungen. Ich freue mich darauf, mich Ihnen persönlich vorstellen zu dürfen und Sie kennen zu lernen.

Ihr Samuel Diekmann


Die Kurzfassung als PDF gibt es HIER.


Rödermark Solide Finanzen

  • neue Einnahmen schaffen, die nicht durch eine weitere Steuererhöhung generiert werden und Ausgaben bei freiwilligen Leistungen kürzen
  • Bürgerbeteiligung wiederaufleben lassen

Rödermark ist eine hochverschuldete Kommune die heute unter dem Schutzschirm des Landes Hessen steht und damit – bei entsprechender Haushalsdisziplin – auf eine Teilentschuldung hoffen kann. Als sich unsere Stadt dazu entschlossen hat unter dem hessischen Schutzschirm zu schlüpfen, da ging diesem Entschluss eine breite öffentliche Diskussion mit Fragebögen und Bürgerversammlungen voraus, deren Ergebnisse bis heute im Internet unter https://buergerbeteiligung.roedermark.de/ abrufbar sind. Eingeleitet werden die Informationen mit einem Vorwort des damaligen ersten Stadtrats Alexander Sturm:

„Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger, die Diskussion über die hohe Verschuldung der öffentlichen Haushalte auf allen Ebenen hat uns erreicht. Dies gilt nicht nur für südliche EURO-Länder, auch das Defizit des Bundes, unseres Landes, Kreises und der unausgeglichene Haushalt Rödermarks beschäftigt uns… Erstmals stelle ich Ihnen einen Bürger(verständlichen)Haushalt vor und werde Infoveranstaltungen mit Fragemöglichkeit anbieten. Der beigefügte Fragebogen soll Grundlagen für Konsolidierungsvorschläge liefern, die in Beschlüsse durch die Stadtverordnetenversammlung münden..“.

Die Ergebnisse der „Bürgerbeteiligung 2.0“ sind hoch interessant und ernüchternd zugleich: Der Bürger war damals zu weit größeren Veränderungen und Einschnitten bereit, als es die Politik und städtische Verwaltung war – sehr gute Lösungsansätze der Bürger wie z.B. eine weitere Gewerbeentwicklung in Rödermark voranzutreiben (89%) oder die Reduzierungen der freiwilligen, städtischen Leistungen wurden kaum berücksichtigt. Stattdessen wurde das umgesetzt, wozu die Bürger am wenigsten bereit waren: Steuererhöhungen.

Auch ich möchte die Haushalskonsolidierung fortsetzen und unsere Finanzen nicht nur im Rahmen des hessischen Rettungsschirms gut aufstellen, sondern darüber hinaus auch zukunftssicher gestalten. Der Weg dorthin ist bereits mit den sehr guten Ergebnissen aus der Bürgerbeteiligung aus den Jahren 2011 und 2013 beschrieben: Wir müssen neue Einnahmen schaffen die nicht durch eine weitere Steuererhöhung generiert werden und Ausgaben bei freiwilligen Leistungen kürzen.

Diese nötige Pfad werde ich nicht an Ihnen vorbeibei gestalten, sondern die Bürgerbeteiligung zur Haushalskonsolidierung wiederaufleben lassen und alte und neue Ergebnisse daraus an dem politischen Handeln messen.

Rödermark – Starke Wirtschaft

  • innovative Konzepte, Alleinstellungsmerkmale und neue Internetangebote für den Einzelhandel schaffen
  • Rödermark zu einem attraktiven Arbeitsort ausbauen
  • ehrenamtlichen Wirtschaftsbeirat ins Leben rufen, der neue Gewerbeansiedlungen voranbringen soll
  • Firmengründungen (Startups) mit Beratung und Förderung unterstützen

Unsere Stadt braucht eine starke Wirtschaft. Sie sichert unseren Bürgerinnen und Bürgern Arbeitsplätze und als Stadt wichtige Einnahmen, die wir für die Aufgaben als Kommune für unsere Bürgerinnen und Bürger  dringend benötigen.

Rödermark ist  ein „Ausgezeichneter Wohnort für Fach- und Führungskräfte“, so ein Prüfurteil der Industrie und Handelskammer. Ihre Arbeit verrichten die Fach- und Führungskräfte aber in der Regel woanders. Wir schaffen es zwar, unserer Stadt als Wohnort für junge Familien zu etablieren, aber nicht unsere Jugend hier mit einem Arbeitsplatz zu binden. Gearbeitet wird meist in anderen Städten. Mein Ziel ist es, Rödermark auch zu einem attraktiven Arbeitsort für Rödermärker auszubauen.

Unsere Wirtschaftsförderung braucht nicht nur den Auftrag den gewerblichen Bestand zu sichern, sondern auch aktiv neues und zukunftsorientiertes Gewerbe anzuwerben und zu fördern. Bei diesem Auftrag möchte ich als Verantwortlicher die Wirtschaftsförderung nach besten Kräften unterstützen.

Weiter möchte ist einen Wirtschaftsbeirat ins Leben rufen, der zusammen mit der Wirtschaftsförderung das Thema neue Gewerbeansiedlung voranbringen soll. Wir haben in Rödermark viele gute und kompetente Köpfe aus der Wirtschaft, Bankensektor, Investmentbereich usw.. Mit einigen dieser Personen habe ich schon gesprochen und die Bereitschaft signalisiert bekommen die Stadt in einer solchen Funktion ehrenamtlich zu beraten.

Startup: Vor rund 3 Jahren habe ich selbst ein Unternehmen gegründet, das in seinem Segment heute zu den größten Anbietern in Deutschland zählt. Ich bin überzeugt, dass in dem Thema Firmengründung – neudeutsch Startups – ein großes Potential liegt. In manchen Städten hat sich eine ganze Gründerszene etabliert. Da mir dieses Thema sehr am Herzen liegt, habe ich auch meine Bereitschaft erklärt als Mentor für junge Unternehmer aktiv tätig zu sein. Als Bürgermeister werde ich sowohl meine Erfahrungen als Gründer, aktives Mitglied der regionalen Startup-Szene und als Mentor für Unternehmen mit einbringen.

Rödermark kann hier mit  seinem Wohnumfeld viel mehr bieten!Ich möchte guten Ideen in unserer Stadt eine reale Chance geben. Unternehmer damit unterstützen, sie zu schulen und mit einer verbesserten Infrastruktur unter die Arme greifen. Als junger Unternehmer habe ich festgestellt, dass die beste Unterstützung eine gute Netzwerkarbeit mit anderen Unternehmen (auch branchenübergreifend) ist. Diese Unterstützung möchte ich mit einem neuen „Rödermärker-Startup-Hub“ realisieren.

Mein Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, an dem nicht nur die Wirtschaftsförderung ihren Sitz hat und Startups mit Rat und Tat zur Seite steht, sondern auch jungen Unternehmen in der Gründungsphase wirksam unter die Arme zu greifen. Dazu gehören z.B. Angebote wie vergünstigte Anmietung eines Büros oder die Vernetzung und Kooperation mit ihren Nachbarn. In dieses Projekt sollen auch Förderbanken und das „Unternehmensforum Rödermark“ als Unterstützer eingebunden werden.

Bestehender Einzelhandel und Gewerbe: Bestehender Einzelhandel und Gewerbe  müssen weiter gefördert werden. Vor allem der Einzelhandel hat es nicht nur in unserer Kommune schwer und muss sich gegen die Konkurrenz aus Großmärkten und Internet behaupten. Manche Kommunen und Einzelhändler haben diesen Kampf bereits mehr oder weniger aufgegeben. Ich bin fest davon überzeugt, dass man es mit innovativen Konzepten, mit Alleinstellungsmerkmalen und sinnvollen Ergänzungen eigener Internetangebote schaffen kann, sich diesen Herausforderungen erfolgreich zu stellen.

Die Uhr für dieses Entgegensteuern steht auf „5 vor 12“! Wenn es dem Einzelhandel nicht gelingt, sich auf die Konkurrenz und die Strukturen des 21. Jahrhunderts einzustellen, wird es mit einer Zukunftsperspektive schwierig werden. Den nötigen Wandel -hin zu konkurrenzfähigen Einzelhandelsangeboten- werde ich in enger Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen im Gewerbeverein vorantreiben. Dazu gehören u.a. die Förderung im Bereich Schulungen und Weiterbildungsmaßnahmen durch die Wirtschaftsförderung. Einen weiteren wichtigen Faktor für den Einzelhandel sehe ich in dem demografischen Wandel im Mittelstand. Im Bundesgebiet haben alleine zwischen 2015 und 2017 rund 580.000 Inhaber mittelständischer Unternehmen aus Altersgründen eine Übergabe oder Verkauf ihres Unternehmens vollzogen. Diese Entwicklung hat auch vor unserer Stadt nicht halt gemacht und wird sich in den nächsten Jahren noch verschärfen! Als Stadt müssen wir es schaffen,  nicht nur den Einzelhandel, sondern auch die Dienstleistungs- sowie die ärztliche/medizinische Versorgung durch ausreichende Angebote in die nächste Generation zu überführen. Wenn wir nicht im wahrsten Sinne des Wortes „alt aussehen möchten“, dann muss der Einzelhandel gemeinsam mit der Politik Hand und Hand marschieren und funktionieren. Ziel muss es sein, der nächsten Generation entsprechende Arbeitsfelder attraktiv zu übergeben. Auch der Gesellschaft – mit einer immer größeren Anzahl an Seniorinnen und Senioren insgesamt – ist im Hinblick auf den demografischen Wandel im Mittelstand höhere Aufmerksamkeit zu schenken.

Die Rödermarker Kaufkraft ist im Bundesvergleich überdurchschnittlich hoch. Insgesamt 173,2 Mio. Euro stehen zur Verfügung. Der Umsatz aller Rödermarker Einzelhändler liegt bei 133 Mio. Euro. 40,2 Mio. Euro werden somit in den Nachbarkommunen ausgegeben. Vor allem Elektronikartikel, Spielzeug, Teppiche und Möbel werden anderswo gekauft. Die Zahlen belegen eines ganz klar: es bestehen durchaus noch Entwicklungsmöglichkeiten für unseren ansässigen Einzelhandel.  Und es gibt noch viel im Sinne einer guten und zielführenden Stadtentwicklung zu tun.

Industrie- und Gewerbepark: Rödermark eignet sich mit seiner grünen Lage und Infrastruktur sicherlich nicht für das ganz große produzierende Gewerbe und Industrie. Das ist auch nicht mein Ziel. Sehr wohl aber eignet sich Rödermark für innovative mittelständische Unternehmen, für die bereits das Unternehmensforum Rödermark sich stark macht. Darüber hinausgehende Tätigkeitsfelder könnten im IT-Bereich oder der erneuerbaren Energien angesiedelt sein. Hierbei stellt die Lage des Wohnraums ein gewichtiges Argument für Unternehmen und ihre Mitarbeiter dar. All dieses setzt neben der Bereitstellung von neuen entsprechenden Flächen und der Gewinnung von Unternehmen vor allem auch den lange vernachlässigten Breitbandausbau voraus. Hier werde ich mich für eine schnelle und vordringliche Umsetzung einsetzen.

Rödermark – Neue Datenautobahnen

  • flächendeckende VDSL-Versorgung von über 50 Mbit/s beim Download und von 25 Mbit/s beim Upload einführen
  • WLAN-Hot-Spots für ein gemeinsames kostenfreies Internet in Rödermark aufbauen
  • bürgerfreundliches Online-Angebot der Stadt Rödermark etablieren

Schnelles Internet ist nicht nur für viele Firmen, sondern auch für jeden Bürger unverzichtbar bzw. wird es kurzfristig werden. Viele Bürger „streamen“ bereits über das private Netz ihre Filme, spielen online und versenden große Datenmengen. Immer mehr Menschen sind – nicht nur als Selbständige – sondern oftmals auch als Angestellte zu Hause am arbeiten (Stichwort Home-Office) und auf eine schnelle Internetverbindung und verlässliche Datenübertragung angewiesen. Statistisch liegt die durchschnittliche Internetgeschwindigkeit in Deutschland bei 11,5 Mbit. Im internationalen Vergleich ist dieser Wert jedoch alles andere als berauschend. Die Zukunft ist digital und wird mit den angeforderten Datenmengen steigen. Für Rödermark benötigen wir daher mindestens eine flächendeckende VDSL-Versorgung von über 150 Mbit/s.

Ich bin froh, dass die Stadtverordnetenversammlung meinen 4-Punkte-Plan zu einem freien WLAN in Rödermark fraktionsübergreifend aufgegriffen hat. Meine Idee von weiteren freien WLAN Hot-Spots möchte ich weiter ausbauen und nicht nur öffentliche Gebäude, sondern auch Gewerbetreibende und Einzelhandel dazu ermutigen,  ein gemeinsames freies Internet in Rödermark aufzubauen.

Das digitale Online-Angebot der Stadt Rödermark auf ihrer Homepage möchte ich bürgernah und bürgerfreundlich weiter ausbauen. Facebook, Twitter und andere sozialen Netzwerke werden unter meiner Regie als Bürgermeister stärker genutzt um städtische Informationen schnell und direkt im Umlauf zu bringen. Dass wir als eine der wenigen Städte in der Region diese Kanäle bisher nicht genutzt haben, werde ich ändern.

Rödermark – Neue „Rödermarker Mitte“

  • Rödermarks Mitte zwischen Ober-Roden und Urberach als grüne Naherholungsoase mit Möglichkeiten zum Wohnen und Arbeiten entwickeln
  • neue Wohnungen bauen, um vom prognostizierten Bevölkerungszuwachs im Kreis Offenbach profitieren zu können
  • mehr bezahlbarer Wohnraum für mittlere und geringe Einkommen

Rödermark besteht aus fünf Stadtteilen. Die größten dabei (Urberach und Ober-Roden) werden durch die „Grüne Mitte“ verbunden. Der Bevölkerungszuwachs wird für den Kreis Offenbach bis zum Jahr 2030 auf insgesamt 24.000 Einwohner geschätzt: Rödermark könnte – vorausgesetzt es erfolgt eine frühzeitige Weichenstellung – davon profitieren. Laut Regionalverband fehlen dafür aber 1.871 Wohnungen in Rödermark. Dieser Bedarf ist mit den aktuellen uns zur Verfügung stehenden Flächen nicht zu schaffen – hier möchte ich nachverhandeln.

In diesem prognostizierten Bevölkerungszuwachs sehe ich eine riesige Chance für unsere Stadt. Meine Vision dabei: Rödermarks Mitte muss weiter der Erholung dienen, aber auch zum Wohnen und Arbeiten in Randgebieten weiter entwickelt werden! Das aktuell erarbeitete Einzelhandelskonzept unserer Stadt Rödermark empfiehlt uns aus ökonomischer Sicht beide Stadtteile zusammenwachsen zu lassen. Dies muss sehr bedacht und behutsam geschehen, sodass beispielhaft die renaturierte Rodau weiter ausgebaut und mit zusätzlichen baulichen Maßnahmen als eine grüne Naherholungsoase zwischen neuen Wohn- und Einzelhandelsmöglichkeiten, eingebettet werden kann. Einen Teil der renaturierten Rodau möchte ich der Natur überlassen, einen anderen Teil aber allen Rödermarkern als Freizeitgelände zur Verfügung stellen. Diesem neuen Freizeitgelände soll auch eine entsprechende Parkfläche angeschlossen sein. Ich möchte Rödermark zu einer familienfreundlichen, grünen Kleinstadt weiter ausbauen, die sowohl attraktive Erholungsorte, als auch Wohn- und Arbeitsplätze für Alt- und Neubürger zu bieten hat. Die neue „Rödermarker Mitte“ muss frühzeitig in einem neuaufgestellten, regionalen Flächennutzungsplan verhandelt und entwickelt werden. Diese Verhandlungen will ich schnellstmöglich im Dialog mit allen Bürgern und kommunalen Fraktionen aufnehmen. Neu erschlossene Wohnflächen sollen langfristig unsere Rödermarker Ortsteile zusammenwachsen lassen und nicht weiter baulich auseinander treiben. Neben der renaturierten Rodau möchte ich auch die „Frischluftschneise“ in dieser Mitte wieder herstellen,  die durch vernachlässigte Rückschnitte des Baum- und Strauchbewuchses  kaum mehr wirksam ist.

Rödermark – Neues bezahlbares Wohnen

  • neue Wohnungen bauen, um vom prognostizierten Bevölkerungszuwachs im Kreis Offenbach profitieren zu können
  • mehr bezahlbarer Wohnraum für mittlere und geringe Einkommen

Der erwähnte Bevölkerungszuwachs im Kreis Offenbach bedeutet – wie erwähnt – einen Bedarf von 1.871 neuen Wohnungen. Experten wissen, dass bei einem Bevölkerungszuwachs ohne entsprechende sozialpolitische bauliche Maßnahmen die Mieten stark ansteigen können. Die Folge: viele ältere Menschen, junge Familien und Singles können sich die Mieten nicht mehr leisten. Das möchte ich verhindern und frühzeitig gegensteuern.

Ich werde mich intensiv dafür einsetzen und dafür stark machen, dass mehr bezahlbarer Wohnraum in Rödermark geschaffen wird. Eine Stadt wie Rödermark, die unter dem hessischen Rettungsschirm steht, hat derzeit nur begrenzte Investitionsmöglichkeiten. Dies darf aber keine Ausrede dafür sein, frühzeitig zu reagieren bzw. zu agieren! Daher habe ich ganz konkret bereits jetzt mit einigen potentiellen Investoren Kontakt aufgenommen. Eine Stiftung ist bereit mit uns attraktiven und sozialen Wohnungsraum zu schaffen. Alles was wir dafür benötigen ist der politische Wille es zu tun und eine entsprechende Fläche (z.B. in der neuen „Rödermarker Mitte“).

Rödermark – Neue Straßen

  • Straßennetz sanieren
  • auf Straßenbeitragssatzung verzichten, da diese einzelne Haushalte mit mehreren 10.000 Euro belasten würde
  • für den Fall, dass das Land Hessen auf die Einführung einer Straßenbeitragssatzung besteht, die Kosten solidarisch auf alle Bürger umlegen – Kosten pro Haushalt im unteren Hundert-Euro-Bereich
  • keine Straßenbeitragssatzung ohne Bürgerbeteiligung

Eine übergroße Zahl gemeindeeigener Straßen wurde bei der Sanierung vernachlässigt. Sie sind vielfach grundhaft zu erneuern, teilweise können sie repariert und saniert werden. Diese Maßnahmen kosten Geld. Nach Angaben der Bauverwaltung werden rund 15 Millionen Euro nötig sein, um unser rund 100 Kilometer langes Rödermärker Straßennetz auf Vordermann zu bringen. Jedes weitere Hinauszögern von Sanierungsmaßnahmen erhöht die nötige Investitionssumme und führt dazu, dass wir die Kosten auf die nächste Generation verlagern. Ich sage: Schluss damit!

Diese Aufgabe wird als Schutzschirmkommune eine der schwierigsten Aufgaben werden. Wir müssen alle Fördergelder mobilisieren, Einzelabsprachen und Vereinbarungen mit Anliegern treffen um diese Aufgabe jetzt endlich anzugehen. Unser Haushalt muss, da wir eine Schutzschirmkommune sind, vom Regierungspräsidenten abgesegnet werden. Selbiger hat unsere Stadt wiederholt dazu aufgerufen, eine Straßenbeitragssatzung zu erlassen und zu vollziehen. Ich möchte keine Straßenbeitragssatzung einführen. Aber zur Wahrheit gehört, dass der Regierungspräsident jederzeit unsere Stadt dazu zwingen könnte entsprechende Gebühren zu erheben oder unseren Haushalt andernfalls nicht zu genehmigen: Das wäre eine bittere Pille für Rödermark.

Stellen Sie sich vor, Sie wohnen an einer Straße die grundsaniert werden muss. Sehr schnell können hier anteilige Kosten in Höhe von mehreren zehntausend Euro auf Sie zukommen! Für viele Eigentümer eine große, oft nicht tragbare finanzielle Belastung. Für den Fall, dass man uns als Kommune eine solche Gebühr verordnet, favorisiere ich daher eine solidarische Umlegung der Kosten solcher Maßnahmen, die sogenannten wiederkehrenden Straßen-Beiträge. In diesem Fall würden alle Bürger anteilig an den Sanierungskosten beteiligt und müssten mit Beiträgen im unteren Hundert EUR Bereich rechnen. Ich bin mir im Klaren darüber, dass solche Mehrbelastungen vielen Bürgern wehtun würde. In jedem Fall verspreche ich Ihnen aber erstens, dass es keine Straßenbeitragssatzung in Rödermark geben wird – es sei denn der Regierungspräsident zwingt uns dazu und es im Fall der Fälle zweitens mit mir keine Straßenbeitragssatzung ohne eine Bürgerbeteiligung gibt!

Rödermark – Neue Kitas

  • Kitas müssen als Bildungsangebote kostenfrei sein
  • beim Land Hessen werde ich mit Nachdruck fordern, dass die Kita-Gebühren komplett übernommen werden
  • bis die Kitas gebührenfrei sind, möchte ich Geringverdiener beziehungsweise Eltern mit mittleren Einkommen durch solidarische Gebührenanpassungen finanziell entlasten

Bildung ist wichtig – das gilt gerade auch in Bildungseinrichtungen von Kindern im Vorschulalter. Ich werde mich dafür einsetzen, dass KITAs genauso behandelt und wertgeschätzt werden, wie schulische Einrichtungen. Dafür gehört für mich auch die Forderung, dass KITAs wie Schulen kostenlose Bildungsangebote unseres Landes Hessen sind. Und ich werde mich als Ihr Bürgermeister dafür einsetzten, dass unsere Landesregierung ihre Versprechen einhält und die Kommunen und Eltern von Kindern sukzessive durch eine komplette Kostenübernahme der KITA-Gebühren entlastet. Bis dieses Ziel erreicht ist, möchte ich die KITA-Gebühren solidarisch anpassen und so als ersten Zwischenschritt wenigstens Geringverdiener bzw mittlere Einkommen entlasten.[1]

[1] Die Gebühren von Geringverdiener werden bereits vom Kreis übernommen, ich möchte aber auch mittlere Einkommen entlasten.

Rödermark – Neuer Wind in der Verwaltung

  • als Bürgermeister werde ich Verbesserungen durch Impulse „von außen“ einbringen
  • die Verwaltung kann effizienter und kostengünstiger arbeiten – insbesondere durch „E-Government“, also die stärkere Nutzung des Internets bei zum Beispiel Anträgen oder Terminvergaben

Die Stadtverwaltung ist zweifelsohne engagiert aufgestellt. Wie in allen Bereichen sind Verbesserungen wünschenswert und sicher auch möglich. Um die Kreativität zu fördern, sind oftmals Impulse von außen hilfreich und notwendig.

Als ich in meinem ersten Beruf als Indurstriemechaniker in Norddeutschlands größer Autofabrik gearbeitet habe, war vieles nicht nur neu für mich, sondern manches erschien mir auch ineffektiv und längst überholt. Als Werksangehörige konnten wir damals „Verbesserungsvorschläge“ einreichen. Keine zwei Monate an meinem neuen Arbeitsplatz reichte ich meine ersten Vorschläge ein, die dem Konzern einige tausend Euro an Einsparung erbrachten. Auch an meinem zweiten Arbeitsplatz – meiner Kirchengemeinde – erging es mir so. Mittlerweile habe ich viele Seminare in ganz Deutschland zu den verschiedensten Veränderungsprozessen in Kirchengemeinden abgehalten. Warum ich Ihnen davon berichte? Ganz einfach: so wird es auch in der städtischen Verwaltung sein. Ich werde sie als Ihr Bürgermeister und Verwaltungschef in den ersten Wochen und Monaten nicht nur kennenlernen, sondern auch Mut zur Veränderung zu Vorschlägen hinsichtlich einer effizienteren und kostengünstigeren Verwaltung angehen. Hierbei möchte ich vor allem das sogenannte Thema E-government voranbringen, dass nicht nur für Sie als Bürger eine Vereinfachung von Anträgen oder Terminvergaben verspricht, sondern auch mittelfristig zu einer kosten- und Arbeitszeitreduzierung in der Verwaltung führen wird.

Aus den Begegnungen der letzen Wochen und Monaten ist mir u.a. das Folgende immer wieder berichtet worden: „Wir haben uns mit Anfragen, Vorschlagen oder Ideen an die Stadt gewendet und keine Rückmeldung erhalten.“ – das darf es nicht geben! Ich möchte, dass jede Anfrage von engagierten Rödermarkern – und sei es auch nur kurz – beantwortet wird. Auf Vorschläge zu reagieren schätzt wert, ignorieren wertet ab und frustriert. Letzteres haben Sie als Bürger nicht verdient. Als Fraktion haben wir bereits mit unserem Anfrageportal mitbabbeln.de bewiesen, dass ein solcher Umgang möglich ist und Anfragen i.d.R. von uns innerhalb von 48 Stunden beantwortet werden. Dies muss auch in der Stadtverwaltung möglich sein.

Rödermark – Neue Förderung von sozialen, kulturellen und Kunst Projekten.

  • „Fundraising-Berater“ in der Stadtverwaltung einsetzen mit dem Ziel, Fördergelder von Stiftungen für soziale Einrichtungen, Vereine undKirchen zu bekommen

Unser Rödermärker Kunst und Kulturlandschaft ist schützenswert und verdienst die Unterstützung der Stadt. Soziale Projekte haben einen Mehrwert für unsere Gesellschaft und sind deswegen alleine schon mehr Wert. Gelder der Stadt sind an dieser Stelle schlichtweg limitiert (freiwillige Leistungen). Was also tun? Hier möchte ich neue Wege gehen und als Stadt in der Verwaltung einen sogenannten „Fundraisingberater“ implementieren. Zum Hintergrund: In Deutschland gibt es mehr als 20.000 Stiftungen, die soziale Projekte unterstützen, man muss sich hier oftmals nur bewerben und seine Projekte einreichen, um entsprechende Projektgelder zu bekommen. Aus meinen Erfahrungen im letzten Jahr, indem ich Rödermärker Vereinen und Kirchen ein erstes Fundraisingseminar angeboten habe, weiß ich, dass viele Vereine mit den teils komplizierten Verfahren überfordert sind und deshalb den Weg der sich meist lohnenden, aber aufwändigen Bewerbungen scheuen. Hier möchte ich als Bürgermeister ihrer Stadt eine Hilfestellung für unsere sozialen Einrichtungen, Vereine und Kirchen schaffen und so wichtige und gute Projekte in Rödermark ermöglichen.

Rödermark – Senioren

  • Rödermark weiter barrierefrei gestalten
  • neue Belebung des Seniorenbeirats
  • Hilfsangebote für alltägliche Besorgungen und Besuche verbessern
  • digitale Kommunikations- und Assistenzsysteme anwenden
  • versierte ältere Mitbürger können als „Senioren-Technik-Botschafter“ unterstützend tätig werden

Ältere Menschen sind heute in der Regel gesünder als früher und wollen die Chance des längeren Lebens auch entsprechend nutzen. Ich will Rödermark daher weiter barrierefrei gestalten. Die Meinung und Fachkompetenz des Seniorenbeirats ist mir dabei besonders wichtig. Daher gehört dieses Gremium neu belebt.

Viele der älteren Menschen wollen in ihrer gewohnten Umgebung und in ihren eigenen vier Wänden weiter leben. Hilfsangebote für alltägliche Besorgungen und Besuche will ich aus diesem Grund in Zusammenarbeit mit Wohlfahrtsorganisationen, Seniorenhilfe und anderen Initiativen verbessern. Dabei helfen könnten auch digitale Kommunikations- und Assistenzsysteme. Deshalb möchte ich auch versierte ältere Mitbürger dafür gewinnen, als „Senioren-Technik-Botschafter“ unterstützend tätig zu werden.

Unter meiner Regie als Bürgermeister werde ich nur solche strategischen Planungen der Stadt Rödermark entwickeln, die den Veränderungen im Generationenverhältnis Rechnung tragen.

Rödermark – Vielfalt und Integration

  • Wirtschaftsförderung, Gewerbevereine, Einzelhandels- und Gewerbelandschaft in ein Integrationskonzept einbeziehen
  • Ängste, Sorgen und Probleme der „Gastgeber“ sind durch die Politik ernst zu nehmen und Bürger vor Projekten durch Bürgerversammlungen einzubeziehen

Der Zuzug von Menschen jedweder Herkunft ist in Rödermark bisher gelebte Normalität und hat das städtische Leben immer bereichert. Eine hilfsbereite Stadtgesellschaft muss deshalb auch sicherstellen, dass sich Einwanderer, Flüchtlinge und Asylbewerber zurechtfinden, einbringen und integrieren können.

Gelungene Integration setzt für mich aber an erster Stelle den Spracherwerb voraus. Dieser muss möglichst schnell erfolgen. Wenn erforderlich will ich diesen auch kommunal fördern. Rödermark hat bereits ein sehr gutes Integrationskonzept. Das will ich gerne weiter umsetzen. Fördern möchte ich dabei aber diejenigen Vereine und Organisationen, die uns als Stadt im Besonderen unterstützen.

Integration gelingt nur im Zusammenleben. Daher gehört für mich auch die Wirtschaftsförderung, Gewerbevereine, sowie die gesamte Einzelhandel- und Gewerbelandschaft Rödermarks mit in ein Integrationskonzept mit einbezogen. Was Ökonomen mit dem Stichwort Migrantenökonomie zusammenfassen, kann sowohl für Neu-, als auch Altbürger eine riesige Chance für unsere Stadt Rödermark sein. Viele Flüchtlinge sind – vor allem am Anfang – sehr motiviert und wollen schnellstmöglich auf eigenen Beinen stehen. Das senkt nicht nur Kosten, sondern gehört wohl zu den besten Integrationsmaßnahmen in Arbeits- und Lebenswelt. Bitte denken Sie bei dem Stichwort nicht nur an Dönerläden oder den Kiosk um die Ecke. Aktuelle Studien belegen, dass in diesen Bereichen im Vergleich zu 2005 Betriebe um 10% zurückgegangen (zu 2014 um 28%) sind und das zugunsten anderer Dienstleistungsbereiche, des Baus oder verarbeitender Betriebe. Gerade unser Bundesland profitiert hier im Bundesvergleich mit am meisten. Mit einer gezielten Wirtschaftsförderung werden wir diese Effekte auch in unserer Stadt generieren.

Auf der anderen Seite muss bei einer Willkommens-Kultur aber nicht nur auf die Gäste, sondern auch auf die Gastgeber eingegangen werden. Subjektive Ängste, Sorge und Probleme müssen von der Politik ernst genommen werden. Bürgerversammlungen müssen vor Projekten (z.B. größeren Flüchtlingsunterkünften) angestoßen werden und nicht erst danach. Nur so können wir alle Bürger mit in diese große, gesellschaftliche Aufgabe mitnehmen.

Rödermark – Lebendige Stadt

  • Die Quartiersarbeit in Rödermark weiter stärken
  • Das Kennenlernen der Nachbarschaft z.B. durch Nachbarschafts.- und Strassenfeste unterstützen
  • Städtischen Grünflächen/ Blumenkübel mit essbaren Pflanzen bepflanen

Das Wort Kommune  kommt aus dem lateinischen communis  und bedeutet eigentlich allgemein und gemeinschaftlich. Eine Stadt ist also in erster Leine eine Gemeinschaft, ein Beziehungsgeflecht. Nun wissen Sie und ich, dass es im Leben intensive Beziehungsgeflechte gibt und weniger intensive. Für unsere Stadt Rödermark wünsche ich mir starke Verflechtungen und tragfähiger Beziehungen in der Nachbarschaft, dem Quartier, Stadtteilen und Stadt insgesamt – ich wünsche mir eine lebendige Stadt Rödermark. Unter dieser Überschrift finden Sie einige meine Ideen, die dieses Zusammenleben fördern sollen.

Quartiersarbeit. Die Quartiersarbeit ist in Rödermark vor allem aus dem Gedanken einer aktiven Nachbarschaft für ältere Menschen geboren. Man soll sich kennenlernen, sich helfen können und das Zusammenleben fördern – ein genialer Gedanke, der auf jeden Fall weiter gefördert und belebt werden muss. Die Quartiersarbeit hat dabei in ihrem derzeitigen Focus vor allem die Zielgruppe von älteren Bürgern.

Nachbarschaftsfeste. Manche Bürger kennen zwar heute ihre direkten Nachbarn, aber nicht mehr ihre Nachbarschaft. Dies gilt oft in Neubaugebieten, aber auch der Tatsache geschuldet, dass in unserer Stadt oft gewohnt, aber nicht gearbeitet wird und man so weniger Begegnungen in der Nachbarschaft hat. So lernen Eltern beispielsweise ihre Nachbarschaft manchmal erst durch die sozialen Kontakten und Aktivitäten ihrer Kinder in Kindergärten, Schulen oder Vereinen kennen. Ich möchte das Kennenlernen der eigenen Nachbarschaft für Jung und Alt intensivieren und z.B. Nachbarschafts.-/ Straßenfeste mit unterstützen.

Essbare Stadt. Die folgende Idee fördert im wahrsten Sinne des Wortes eine „lebendige Stadt“. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass mittelfristig alle städtischen Grünflächen/ Blumenkübel mit essbaren Pflanzen bepflanzt werden. Das Konzept der essbaren Stadt stammt dabei nicht von mir, passt aber wunderbar zu unserer Stadt und könnte das Zusammenleben weiter fördern. In immer mehr Städten in Deutschland heißt es auf Grünflächen nicht mehr „betreten verboten“, sondern „essen erlaubt“. Kürbisse, Tomaten, Wein-Trauben, Kartoffeln und  anderes Obst und Gemüse, Kräuter und essbare Blumen usw. werden angebaut und regen nicht nur zum verweilen, sondern auch zum naschen und neues kennenlerne ein. Auch eine bienenfreundliche Gestaltung ist mit diesem neuen Focus möglich. Eine entsprechende Beschilderung soll dabei die jeweiligen Pflanzen vorstellen und eine online Karte auf unserer Homepage entsprechende Flächen ausweisen. Ein Projekt, dass wunderbar in unsere Stadt passt und mit wenig finanziellen Mitteln das Stadtbild aufwerten wird.


Die Kurzfassung als PDF gibt es HIER.


Version 31.08.2016