Its time to say goodbye. Meine Koffer sind gepackt!

Lesedauer ca. 3 Minuten

Irgendwann musste es so kommen. Jetzt ist es soweit – It‘s time to say goodbye! Ich habe gewusst, dass dieses Jahr ein klein wenig so etwas wie ein Schicksalsjahr für mich und meine Familie werden würde… meine Koffer sind gepackt, es tut weh, aber es geht nicht anderes: Ich ziehe um und sage auf Wiedersehen!



So eine Bürgermeisterwahl verlangt vieles ab, nicht nur mir selber als Kandidat, sondern der ganzen Familie. Als Familie haben wir gemeinsam beschlossen, dass wir es wagen, als Familie haben wir jetzt beschlossen, wie es weitergehen soll.

Mit meinem Kirchenvorstand habe ich von Anfang an kommuniziert, dass, egal wie die Wahl in Rödermark ausgeht, ich meine Zeit in der Dietzenbacher Kirchengemeinde auslaufen lassen werde. Ich war hier seit rund zehn Jahren Pastor und nach so einer langen Zeit ist ein Wechsel für beide Seiten einfach etwas Gutes.

Als Familie wussten wir also, dass sich mit dem Ausgang der Wahl so oder so etwas für uns ändern würde. Große Entscheidungen mussten getroffen werden:

  • Bürgermeister der Stadt Rödermark
  • Wegzug aus der Region und eine Pastorenstelle in einer eine anderen Kirchengemeinde
  • Ein kompletter beruflicher Wechsel

Für jede dieser Endscheidungen bezahlt man einen Preis, manches hatten wir in der Hand, anderes nicht. Wir haben uns entschieden!

Eine Entscheidung für die Familie

Mein ganzes bisheriges Leben lang bewege ich mich im Raum der Kirchen. Ähnlich ist es auch mit meiner Frau. Ich bin von ganzem Herzen Pastor – also jemand, der Menschen liebt, verbindet, sie ausrüstet dem Nächsten im Namen Gottes zu dienen, sich für diese Welt einzusetzen. Das schüttelt man nie so einfach ab und das stand für uns als Familie auch nie zur Diskussion. Wir werden die geniale, ursprüngliche Idee von Kirche (bei allen Schattenseiten) nie verwerfen und uns immer für sie einsetzen.

Auf der anderen Seite bedeutet ein Umzug auch ein hoher Preis für die Familie (Schulwechsel, neuer Bekannten- und Freundeskreis usw.). Ein großer Teil unserer Familie wohnt in dieser Region. Wir haben uns deshalb für die Familie und gegen einen Umzug entschieden!

Ein weiterer Entscheidungspunkt war auch die finanzielle Situation und Stabilität als Familie. Seit rund zwei Jahren war ich „nur“ halbtags in meiner Kirchengemeinde angestellt – auch hier war eine Veränderung wichtig. Ich habe zwar immer auch über meine Agentur genug dazuverdienen können, aber in Abwägung von Zeit, Planbarkeit, Stress und Geld haben wir uns für eine neue volle Stelle entschieden.

 

Wir haben als Familie entschieden

Eine Entscheidung für Rödermark

Seit rund zehn Jahren wohnen wir in Rödermark. Wir haben es lieben gelernt. Rödermark ist jetzt unsere Heimat. Hier haben wir viele Freunde gewonnen, anfangs nur unsere Zelte aufgeschlagen, aber jetzt auch Wurzeln geschlagen. Wir wollen und werden hierbleiben!

Feste mit anpacken und feste mit feiern

Eine Entscheidung für die Kommunale Politik

Als Christ habe ich immer an folgenden biblischen Auftrag geglaubt und mir zu eigen gemacht:

„Suchet der Stadt Bestes!“ (Jeremia 29,7)

Meine Kandidatur als Bürgermeister sollte das biblische Motto auch ein Stück ausdrücken und wird mir immer ein Maßstab bleiben. Ich bin froh der Fraktion und Partei mitteilen zu können, dass wir bleiben werden und ich mich weiter engagieren werde. Meine neuen beruflichen Erfahrungen werden mir auch in dem kommunalpolitischen Engagement weiterhelfen, mich vorbereiten und lehren.

Suchet der Stadt bestes

Eine Entscheidung für meine „Berufung“

Mein neuer Job ist außerhalb der Kirche und wird in einer der größten Verwaltungen in unserem Kreis Offenbach sein. Dieser Entschluss ist mir nicht leichtgefallen, aber heute freue ich mich auf meine neue Aufgabe als Coach, um Menschen weiter voran zu bringen und ihnen zu dienen. Der Kirche werde ich weiter ehrenamtlich zur Verfügung stehen, hier und da Predigtdienste wahrnehmen, neue Bücher schreiben… – wir werden sehen, was noch. Liebe Fraktion: Wir geben weiter alles;-)

Menschen gross machen bleibt mir Herzensanliegen

Resümee

In der Einleitung schrieb ich: „… ich ziehe um und sage auf Wiedersehen.“ – Ja, das stimmt! Aber ich werde nur beruflich umziehen;-)

Liebe Rödermärker. Der Preis war hoch, aber ich bereue nichts! Wir haben uns für diese Stadt entschieden, wir werden hierbleiben und weiter Vollgas geben.

Liebe Kirche. Ich habe Dich lieb und werde mich weiter ehrenamtlich in Dir austoben, mit anderen aufbauen und zu einer geistlichen Familie ausbauen in der sich viele Menschen wohl fühlen.

Liebe politischen Mitstreiter. Ich werde mich weiter die nächsten Jahre mit euch für ein besseres Rödermark auseinander setzen, dafür streiten und kämpfen.

 

Euer

 

 

P.S. Danke an alle eingeweihten Wegbegleiter, Freunde, Genossen und geistlichen Geschwister! Danke fürs aushalten, danke fürs Rat geben, danke fürs Vermitteln, Brainstorming, Daumen drücken und Hände falten!


       


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