Ortseinfahrt Rollwald/ Ober-Roden; Ortsschild

Zehn Monate für neues Ortsschild

Lesedauer ca. 2 Minuten

Aus OP-Online: Rödermark – Fast ein Jahr lang hat es gedauert, bis den guten Worten die Tat folgte. Ende Juni 2016 war auf der Landesstraße 3097 zwischen Rodgau-Rollwald und Ober-Roden eine Radfahrerin bei einem Verkehrsunfall getötet worden.

Die Unfallstelle sollte danach „unbürokratisch und schnell“ entschärft werden. So hatte es der Magistrat versprochen. Diese Woche wurde das Versprechen nun endlich – zum Teil – eingelöst. Auf der Ortseinfahrt Ober-Roden besteht auf der Nieder-Röder-Straße (also der Landesstraße 3097) vor dem Ortsschild zur Zeit eine vielfach ignorierte Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h. Ende Juni 2016 hatte es dort einen tragischen Verkehrsunfall mit einer Radfahrerin mit Todesfolge gegeben. Die Sozialdemokraten monierten zusammen mit Anwohnern, das Ortsschild stehe nicht zu Beginn der Tempo-50-Zone, sondern viel weiter weg im Ort. Dies verleite zum Schnellfahren, da Autofahrer meinten, sich noch außerhalb der Ortschaft zu befinden. „Das ist trotz Geschwindigkeitsbegrenzung eine Einladung zum Rasen“, stellte der Fraktionsvorsitzende Samuel Diekmann damals fest. Das Ortsschild solle deshalb – als zusätzliche optische Tempobremse – 100 Meter weiter in Richtung Rollwald versetzt werden. Die Beschilderung habe vor der Bebauungsgrenze Ober-Roden unweit dem Karnweg zu stehen und nicht erst einige hundert Meter weiter am Hotel Lindenhof.


(Video ist 10 Monate alt…)


Tempomessungen nahe der Unfallstelle im Tempo-50-Bereich hatten wenige Wochen nach dem tödlichen Unfall im August 2016 diesen Eindruck bestätigt. An fünf Messtagen gab es bei 2961 erfassten Fahrzeugen 981 Tempoverstöße. Die jeweils höchsten Geschwindigkeiten betrugen von mindestens 82 km/h bis zu 104 km/h. Anwohner des Karnweges wiesen nicht nur auf den Sicherheitsaspekt, sondern auch auf den mit der hohen Geschwindigkeit verbundenen erhöhten Lärmpegel hin. „Der Magistrat stimmte dem vor rund 10 Monaten auch zu und ließ dann verlautbaren: Die Ortseingangstafel ist circa 100 Meter in Richtung Rollwald zu versetzen“, sagt SPD-Sprecher Jonathan Leu. Auch dem Vorschlag, dort einen Fahrbahntrenner zur Verkehrsberuhigung auf die Straße zu pflastern, habe der Magistrat folgen wollen. Immerhin kreuzen an der Stelle Jogger, Spaziergänger und Radfahrer die Straße gern.

Das Ortsschild ist diese Woche umgesetzt jetzt endlich worden. Das bestätigte gestern der Erste Stadtrat Jörg Rotter auf Anfrage unserer Zeitung. Der Fahrbahnteiler sei zwar „nicht umstritten“, lasse aber trotzdem leider noch ein bisschen auf sich warten. Verkehrsexperten des Kreises Offenbach wollten sich die Stelle im Zuge ihrer Kreisverkehrsschau erst ansehen. Die Schau findet alle zwei Jahre im Juli statt. Rotter: „Notfalls muss die Stadt das selbst machen und bezahlen.“ (OP-Online/bp)


       


Ich würde mich sehr über ein kurzes Feedback freuen. Einfach Artikel bewerten…

Bewertung
[Stimmen: 1 Ergebnis: 5]

Vielleicht ist auch das was für Dich?

Abriss der Diskothekenruine Kapellenstraße: wir fordern Bewegung!
Leser 1192
Der „Quartiershof Kapellenstraße“ und damit der Abriss der „Paramount Park“-Ruine verzögert sich. Die SPD Fraktion nutzte die Sommerzeit zur einer Ort...
Straßenbeiträge vom Tisch – Wir halten Invest für Straßensanierungen für zu gering
Leser 89
Für die Bürger ist die kostenpflichtige Beteiligung an der Straßensanierung vom Tisch. Die Stadtverordnetenversammlung hob die Satzung für die unliebs...
Gebühren für die Kita – Die Entlastung der Eltern geht mir nicht weit genug
Leser 65
Das Stadtparlament hat die sogenannte erweiterte Beitragsfreistellung, mit der das Land täglich sechs Stunden Kinderbetreuung finanziert, in zwei Satz...
Wir fordern alternatives Finanzierungs.- und Sanierungskonzept für die Rödermarker Straßenbeiträge
Leser 96
Sowohl  auf  Landes-  als  auch  auf  kommunaler  Ebene  wollen  Politiker  die  verpflichtende  Erhebung  einer  Straßenbeitragssatzung  abschaffen. ...
Es ging „drunter“ und „drüber“: EDEKA soll kommen
Leser 851
Die Rödermärker Stadtverordneten waren sich einig: Ein zusätzliches Vollsortiment soll sich in Rödermark ansiedeln und beauftragten den Magistrat, Ver...
Ideen-Guttenbergprinzip
Leser 390
O.K. wer mich kennt, der weiß, dass ich sehr selten politische Gegner so scharf angehe, wie ich es hier machen werde, aber der neue Artikel der CDU Rö...