Aktion eine Schale Reis - das Original - kostenloser Download
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Aktion-Eine-Schale-Reis (kostenloser Download)

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Aktion-Eine-Schale-Reis. Bekannt aus Radio & TV. Aus Solidarität ein Selbstversuch.

Die folgende Kampanie habe ich zusammen mit Pastor Marcel Redling aus Darmstadt entwickelt. Hundertrfach wurde die preisgekönte Kampanie in diversen Frei.- und Landeskirchen kopiert und adoptiert. Durch spenden im Rahmen der Aktion konnten wir beispielsweise mehrere Brunnen in Afganistan finanzieren und tausende Menschen für das Thema Hunger und Armut sensibilisieren – jetzt stelle ich das gesamte Paket für Kirchengemeinden noch einmal kostenlos zur Verfügung.

Hunger und Armut sind real

„Jeder Mensch hat das Recht auf Nahrung […]“ – so lautet zumindest Artikel 25 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Für die meisten Menschen bleibt dies jedoch eine Illusion! In der traurigen Realität leidet eine Milliarde Menschen an Hunger und alle zwei Sekunden stirbt ein Mensch an den Folgen von Unterernährung und extremer Armut. Während die meisten Menschen in Deutschland mit Übergewicht zu kämpfen haben, muss ein Drittel der Weltbevölkerung mit lediglich einer Schale Reis am Tag als Nahrung auskommen. Die „Aktion: Eine-Schale-Reis“ will auf dieses Ungleichgewicht hinweisen. Jedoch will die Kampagne nicht mit erschreckenden Fakten, Zahlen und Elendsbildern aus der Dritten Welt überzeugen, sondern lädt Menschen vielmehr zum schlichten Selbstversuch ein. Was bedeutet es für einen Menschen sich täglich nur von einer Schale Reis zu ernähren? Dieses Experiment ist der sicherste Weg um das ganzheitlich – sprich nicht nur geistig, sondern auch emotional – nachempfinden zu können. Viele Menschen haben bereits mitgemacht und sich eine Woche lang nur von einer Schale Reis ernährt.

Aktion eine Schale Reis: Armut ist Real.

Aktion eine Schale Reis: Armut ist Real.

Hunger und Armut sind kein biblisches Randthema

An über 2000 Stellen erhebt die Bibel ihre Stimme gegen soziale Ungerechtigkeit, Ausbeutung von Menschen und Themen wie Armut und Hunger. Was – fragen sich die Initiatoren Pastor Marcel Redling und Pastor Samuel Diekmann – sollten Christen daraus für Konsequenzen für ihr geistliches Leben ziehen? Was bedeutet das für ihr Konsumverhalten? Was für ihr politisches Engagement? Was für ihr Spendenverhalten? Innerlich neu Bewegt zu werden, ist die Voraussetzung etwas bewegen zu wollen. Die praktische Erfahrung eine Woche lang nur eine Schale Reis zu essen, bewegt nicht nur die Teilnehmer, sondern auch jeden, der ihnen zuhört. Die Initiatoren rufen daher nicht nur dazu auf, an der Aktion teilzunehmen, sondern auch von ihren Erlebnissen und gewonnenen Erkenntnissen analog – sprich von Mensch zu Mensch – und digital (z.B. via Internetblog) zu berichten.

Videotagebuch von dem Musiker Daniel Harter der an der Aktion teilgenommen hat

Der Selbstversuch: Eine Schale Reis am Tag

Pastor Diekmann berichtete in seinem eigenen Blog bei Facebook von seiner Reis Woche, dass ihm vor allem die Monotonie schwer gefallen sei. „Jeden Tag Reis. Morgens, Mittags und Abends. Ohne jede Aussicht auf Abwechslung, immer nur dieser langweilige Reis. Das war das schlimmste!“ Seine Familie aß in dieser Woche ganz normal weiter und so wurde Diekmann jeden Tag mit der Versuchung, aber auch dem extremen Überfluss unserer Ernährung konfrontiert. Ein Einkauf in einem westlichen Supermarkt, ein Blick auf die Speisekarte eines Restaurants oder auch in die eigene Biotonne, muss für einen hungernden Menschen wie ein Schlag ins Gesicht sein. Allein von den Lebensmitteln die jährlich in Großbritannien weggeschmissen werden, könnten 120 Millionen Menschen ernährt werden.“ Mit jedem Tag der Reiswoche wurde der Appetit größer und die Leistungsfähigkeit geringer! „Ab dem dritten Tag konnte ich mich bereits nicht mehr länger auf eine Sache konzentrieren. Am sechsten Tag zeigte mir meine Frau ein Bild mit vier Kreisen. Ich kannte das Bild, es war eine optische Täuschung, das Muster und die Farben der Kreise lassen unser Gehirn glauben, dass sich die Kreise drehen. Aber bei mir drehte sich nichts! Es ist erschreckend, aber ein hungernder Mensch sieht die Welt mit anderen Augen, es war eine der wertvollsten Erfahrungen meines Lebens, die Welt durch diese Augen einmal sehen zu können.“ Aber nicht nur das Denken viel dem Pastor schwerer, auch die Leistungsfähigkeit nahm rapide ab. „Normalerweise gehe ich so um 23:30 Uhr ins Bett, aber ab dem vierten Tag bin ich immer ab 21:00 Uhr erschöpft ins Bett gefallen. Unsere Leistungsfähigkeit setzt eine guten Ernährung voraus.“  Wer schon einmal länger gefastet hat, der weiß, dass man nach längerem Hunger nicht normal essen kann, sondern seine Mahlzeiten sehr langsam wieder reichhaltiger werden lassen sollte. Auch Pastor Diekmann musste diese Erfahrung machen, als er sich am achten Tag vor lauter Heißhunger fünf Cheesburger bei einer bekannten Fastfood-Kette bestellte. Doch so sehr er sich auch auf die Burger gefreut hatte, schaffte er nur zwei Stück! „Einmal Hunger persönlich am eigenen Leib zu erfahren, wenn auch nur ansatzweise, eröffnete mir neue Zugänge und Perspektiven zu diesem wichtigen Thema. Ich sah mir die drei nicht geschafften Burger an. Plötzlich hörte ich in meiner Erinnerung die Stimme meiner Mutter, die mir sagte, dass ich doch an die Armen Babys in Afrika denken soll! Ein Satz, den wir alle bestimmt schon einmal gehört haben, aber ein Satz, der plötzlich richtig Sinn hatte und mich tief bewegte. Ich weiß, dass es total naiv von mir war, aber ich wollte diese drei übrig gebliebenen Burger am liebsten nach Afrika schicken und sie einem Hungernden geben. Ich schaute meine Frau an und musste plötzlich bitterlich anfangen zu weinen! Schluchzend erklärte ich meiner total verblüfften Frau meine gerade gewonnene Erkenntnis: Einem, lange Zeit Hungernden, wäre mit den drei Burgern gar nicht geholfen, sie würden ihn vielleicht sogar töten! Ein Unterernährter Menschen muss mit Löffeln ganz langsam wieder hochgepäppelt werden. Unser normales, westliches Essen wären für seine zurück gebildeten Verdauungsorgane eine totale Überforderung. Was für ein schrecklicher Gedanke? Noch nie hatte ich mir darüber Gedanken gemacht.“

Ein Selbstversuch, der Tausende bewegt

Die „Aktion: Eine-Schale-Reis“ ist eine Aktion die bewegt. Jeder kann bei dieser Aktion mitmachen und wird auf der gleichnamigen Homepage täglich mit einer Videoandacht versorgt. Die Kampagne ist mehr als eine Sozialdiät. Sie ist ein Appell an den Leib Christi, möchte wachrütteln und bewegen. Auf der Website gibt es für Kirchengemeinden, Jugendgruppen und Hauskreise ein Gemeindepaket, mit ausgeschriebenen Predigten, Hauskreisthemen und Flyern, zum kostenlosen Download – einzige Bedingung für die Teilnahme ist ein Teilnehmerfoto mit einer Schale Reis. Noch in diesem Jahr wird die Aktion unter anderem von der Organisation Studenten für Christus an acht Universität in Deutschland durchgeführt. Die „Aktion: Eine-Schale-Reis“ hat Potenzial nicht nur um Fromme zu bewegen, denn es machen nicht nur Christen mit. Sie ist auch evangelistisch, da sie allen Teilnehmern ganz praktisch die Liebe Gottes für eine verlorene Welt zeigt – eine Welt vor der Jesus seine Augen nicht verschließt, sonder für die er auch unser Herz gewinnen möchte. Eine Welt, die wir nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten lieben sollen.


Kostenloser Download

Lade Dir hier das gesamte Konzept mit vielen Ideen, 3 Predigten, Kleingruppenmatereial, Materialvorschlägen usw. für Eure Kirchengemeinde kostenlos herunter.

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