Gute Vorsätze – Checklist für Superhelden

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Es ist mal wieder soweit und ein Jahr geht zu Ende: gute Vorsätze stehen an. Die meisten ‚guten Vorsätze‘ haben meist etwas mit einem selbst zu tun. So fand das DAK-Gesundheitsbarometer unter den Top 30 Vorsätze Klassiker wie Stress vermeiden (Platz 1), mehr Zeit mit der Familie (Platz 2), mehr Sport (Platz3), sich mehr um sich selbst kümmern (Platz 4), gesünder Ernähren (Platz 5) und der Klassiker auf Platz 6 „abnehmen“.

Ich habe hier heute mal eine Superheldenvorsatzliste zusammengestellt bei dem es primär mal nicht um die liebsten vier Freunde (ich, meiner, mir und mich) geht, sondern um andere!

Bank wechseln

Es ist kein Geheimnis, dass Deine Bank nicht einfach Dein Geld einschließt und für Dich verwahrt, sondern damit arbeitet, aber weißt Du auch wo sie alles Dein Geld investiert? Viele Banken investieren Dein Geld in Rüstung (zB. Streubombenmunition, Landminen usw.), wetten auf Lebensmittel und treiben so Lebensmittelpreise für große Teile der Weltbevölkerung in unerschwingliche höhen, geben Kredite in die Pornoindustrie, Prostitution in der nicht selten auch Menschenhandel ein Thema ist, investieren in Atomenergie und Fracking, investieren in Länder in denen es Kindersklaven gibt usw. – willst Du das?

Es gibt eine Hand voll Banken die das nicht tun und Dein Geld nur in ethisch unbedenkliche Projekte investieren, zB. die Ethikbank, GLS-Bank, Triodos Bank oder die Umweltbank – informiere Dich zB. HIER.

Stromanbieter wechseln

Atomstrom ist Mist – das sagt was jeder. Auch Kohlestrom hat eine echt fiese Umweltbilanz, aber was kommt aus Deiner Steckdose? Es gibt eine Vielzahl an Anbietern von Ökostrom, warum machst Du nicht Nägel mit Köpfen und wechselst? Die wichtigsten unabhängigen Ökostromanbieter in Deutschland sind die Naturstrom AG, die EWS Schönau GmbH, die Greenpeace Energy eG und LichtBlick SE. Informiere Dich zB. HIER.

Plastiktüten verbannen

Laut dem Umweltbundesamt werden in Deutschland pro Kopf und Jahr 65 Plastiktüten verbraucht. Bundesweit führt das zu einer Nutzung von 5,3 Milliarden Plastiktüten im Jahr oder 10.000 Tüten pro Minute: Das ist viel zu viel und landet nicht selten unrecycelt in der Umwelt, verpesten die Meere usw. Warum nicht im neuen Jahr auf einwegtüten verzichten? Warum nicht stabilere Tragetaschen kaufen und damit einkaufen gehen? Informiere Dich zB. HIER.

Weniger Fleisch essen

Ja jetzt sagst Du „War ja klar, dass das der Veganer sagt“, aber ich will Dir Dein Fleisch ja nicht verbieten. Halte Dich doch wenigstens an die Empfehlungen der Gesundheitsexperten. Wir haben ein Pro-Kopf-Verbrauch von jährlich rund 60 Kilogramm.[1] Ernährungsexperten raten zu einem Fleischverzehr von höchstens 300 bis 600 Gramm Fleisch oder Wurstwaren pro Woche – also maximal halb so viel wie bisher. Du tust nicht nur Dir (deiner Gesundheit) damit einen Gefallen, sondern auch der Umwelt (51% der weltweiten Treibhausgase kommen aus der Fleisch und Käseproduktion und ist damit Klimakiller ‚Nummer 1‘). Warum nicht einfach zurück zum ‚Sonntagsbraten‘ und nur 1x die Woche Fleisch essen?

Gute Mode

Kleider machen nicht nur Leute, sondern werden auch von Leuten gemacht. Leider oft unter katastrophalen, sklavenähnlichen Verhältnissen! Das muss nicht so sein, informiere Dich HIER und „trage des anderen Last“ (Galater 6,2) indem Du etwas mehr Geld für Deine Kleidung ausgibst, aber dafür Menschen faire Löhne und Arbeitsbedingungen haben.

Sei ein Held…

Du kannst diese Liste gerne ergänzen – ich würde mich über deine Kommentare freuen. Jeder hat so seine ganz eigenen Bereiche in denen man etwas FÜR ANDERE bewegen kann und – welche Überraschung – sich selbst für andere zu ‚mäßigen‘ ist eine uralte ‚fromme Tugend‘.

So wendet alle Mühe daran und erweist in eurem Glauben Tugend und in der Tugend Erkenntnis und in der Erkenntnis Mäßigkeit und in der Mäßigkeit Geduld und in der Geduld Frömmigkeit […]. (LU; 2.Petrus 1,5f)

Ich wünsche Dir ein fantastisches neue Jahr, Weltfrieden, Party, Harmonie und Gesundheit;-)


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[1] Quelle: Statistisches Bundesamt, Vom Erzeuger zum Verbraucher, Fleischversorgung in Deutschland 2008 und Ernährungsbericht 2008

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