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Vegetarisches Christentum?

Lesedauer ca. 36 Minuten

Es gibt kein biblisches Gebot für Vegetarismus, aber ein paar biblische Gründe gibt es sehr wohl…

Das Christentum gilt nicht als vegetarische Religion. Der Kirchenvater Augustinus (345-430 n.Chr.) sagte:

Wenn wir also das Verbot des Tötens nicht auf das Pflanzenreich anwenden, weil es da keine Empfindung gibt, desgleichen nicht auf die unvernünftige Tierwelt mit ihren fliegenden, schwimmenden, laufenden und kriechenden Geschöpfen, weil ihnen im Unterschied zu uns keine Vernunft verliehen ist, weswegen auch nach der gerechten Anordnung des Schöpfers ihr Leben und Tod unserem Nutzen dienen muss.[1]

Dieser Kirchenmann konnte mit seiner Lehre auf breite biblische Aussagen zurückgreifen, die diese Thesen stützen. Grundsätzlich ist Folgendes zu sagen! Es gibt tatsächlich KEIN GEBOT in der Bibel (bzw. die biblischen Gebote in ihrer Summe), das Christen vorschreibt, fleischlos leben zu müssen! Die Bibel sagt klipp und klar:

Alles, was sich regt und lebt, das sei eure Speise; wie das grüne Kraut habe ich’s euch alles gegeben. (LU; 1.Mose 9,3)

Klaus Grünwaldt stellt fest:

Einen breiten Strom des Vegetarismus kennt das Alte Testament nicht. Vielmehr gehen sowohl die legislativen als auch die narrativen und poetischen Texte in ihrer Gesamtheit davon aus, dass Menschen Tiere töten und Fleisch essen…[2]

Dem stimme ich zu! Auch das Neue Testament knüpft hier an:

»Versteht ihr es denn auch nicht?«, fragte er. »Begreift ihr nicht, dass nichts, was der Mensch isst, ihn verunreinigen kann? Die Nahrung kommt nicht mit seinem Herzen in Berührung, sondern geht nur durch den Magen und wird dann wieder ausgeschieden.« Damit erklärte Jesus alle Speisen für erlaubt. (Markus 7,18f)

Vegetarier haben es nicht immer einfach in der Kirche

Jesus selbst aß unter anderem Fisch (z.B. Johannes 21,13) und Lamm (z.B. Lukas 22, 11) etc. Von teilweise in der veganen Szene immer wieder auftauchenden Argumenten, dass Jesus selbst Veganer gewesen sei, halte ich nichts! Immer wieder wird beispielsweise behautet, dass Jesus und seine Jünger beim Passafest kein Fleisch gegessen hätten. Als Begründung wird hier angeführt, dass der Mann, in dessen Haus Jesus und seine Jünger das Fest feierten, selbst Essener – einer vegetarisch lebenden jüdischen Gruppe – gewesen sei, da dieser als Mann laut dem Matthäusevangelium selber Wasser holte, sprich eine frauentypische Aufgabe erledigte. Nur von den Essenern ist überliefert, dass sie ihr Wasser selber schöpften. Außerdem sei Jesus schließlich selbst in dieser Tagen das Passalamm gewesen. Diese Beobachtung ist sicherlich sehr interessant, aber für mich viel zu dünn, sehr unwahrscheinlich und von der Quellenlage zweifelhaft: [3] Jesus war ein Kind seiner Zeit und als gläubiger Jude an das Gesetz Gottes gebunden, dass die Zubereitung eines Lammes an diesem Tag vorsah. Interessant daran ist allerdings in der Tat, dass als Ritus von Jesus vom Passafest an uns Christen “nur” noch Brot und Wein übrig geblieben ist.[4] Oder denken wir weiter an die Vision des Petrus in der Apostelgeschichte:

Doch während das Essen zubereitet wurde, hatte er eine Vision. Er sah den Himmel offen stehen, und etwas wie ein großes Tuch wurde an den vier Zipfeln zur Erde heruntergelassen. In diesem Tuch befanden sich verschiedene vierfüßige Tiere sowie Schlangen und Vögel. Er hörte eine Stimme, die sprach zu ihm: »Petrus, steh auf. Schlachte sie und iss davon.« (Apostelgeschichte 10,11-13)

NOCH MAL: Vegetarismus als Gebot gibt es in der Bibel nicht! Geht es nach dem derzeit gültigen Katechismus in der katholischen Kirche, so ist der Stellenwert der Tiere klar. Dort heißt es:

Man darf sich der Tiere zu Ernährung und zur Herstellung von Kleidern bedienen. Man darf sie zähmen, um sie dem Menschen bei der Arbeit und in der Freizeit dienstbar zu machen. Medizinische und wissenschaftliche Tierversuche sind in vernünftigen Grenzen sittlich zulässig, weil sie dazu beitragen, menschliches Leben zu heilen und zu retten…[5]

Trotzdem gibt es doch die ein oder andere biblische Aussage, die uns zu einer anderen ethischen, persönlichen Entscheidung kommen lassen kann. Mit dem kurzen Anriss an Bibelstellen die PRO FLEISCH sind, möchte ich jedoch deutlich machen, dass es mir nicht darum geht, ein neues Gebot aufzustellen, Christen in gute und schlechte Nachfolger einzuteilen oder ähnliches – es geht mir einzig und alleine darum, auch jene Bibelstellen zu Wort kommen zu lassen, die uns zu einer anderen Sichtweise kommen lassen können.

Gute biblische Gründe gegen Fleischkonsum

Wie angeführt, gibt es KEIN GEBOT – aber einige gute biblische Gründe für einen vegetarischen Lebensstil! Diese möchte ich hier chronologisch und stichpunktartig einmal aufgreifen und untersuchen.

Gottes Garten ist bunt und gesund

Die Schöpfung

Durch den Sündenfall ist vieles von dem, wie Gott sich den Menschen und das Zusammenleben ursprünglich gedacht hatte, verzerrt und pervertiert. Trotzdem haben wir mit den biblischen Texten einen Einblick in die Schöpfung und bekommen eine Idee davon, wie Gott sich alles „eigentlich” für uns gedacht und gewünscht hat/wünscht. Interessant ist, was Gott sich ursprünglich für uns Menschen als Nahrung gedacht hat:

Und Gott sprach: »Seht her! Ich habe euch die Samen tragenden Pflanzen auf der ganzen Erde und die Samen tragenden Früchte der Bäume als Nahrung gegeben. (1.Mose 1,29)

Dieses Gebot wird in 3. Buch Mose 25,1a wiederholt: Der Mensch wurde ursprünglich als Veganer und nicht als Fleischesser geschaffen! Der nächste Satz wird einige vieleicht ärgern, ich möchte ihn dir aber trotzdem einmal zumuten:

Am Anfang war das Wort “Ich habe euch die Pflanzen und Früchte zum Essen gegeben” und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. – diese Symbiose aus 1. Mose 1 und Joannes 1 drückt aus, dass immer mehr Christen in Jesus auch so etwas wie eine Wiederherstellung des Ursprünglichen Willen Gottes für ihr Leben sehen. Unter anderem war der ursprüngliche Plan, dass der Mensch sich von Pflazen und Früchten ernährt! Dafür spricht bis heute auch die menschliche Anatomie wie zB unsere abgeflachten Backenzähne zum Zermahlen der Nahrung – ein typisches Pflanzenfressergebiss! Carnivore – zu deutsch: Fleischesser – haben hingegen Reißzähne, stark entwickelte Eckzähne, spitze Backenzähne. Unser Kiefer ist seitlich bewegbar zum Zermahlen der Speisen, Fleischfresser ist nur eine Auf- und Abwärtsbewegung möglich, zum Reißen und Beißen. Auch unser Magen ist mit seiner längliche Form und komplizierte Struktur mit wenig Salzsäure und Pepsine auf pflanzliche Nahrung hin konzipiert, Fleischfresser haben einen einfachen runden «Sack» mit zehnmal mehr Salzsäure als bei Vegetariern, um zähe Tiermuskeln, Knochen etc. zu verdauen. Weiter ist unser Darm lang und verschlungen mit einer großen Oberfläche, Fleischfresser haben hingegen einen kurzen, glatten Darm. Unser U in ist alkalisch, der Urin von Fleischfressern sauer usw. Soviel dazu, dass unsere Körper eigentlich nicht für Fleisch konzipiert ist und wir es unserem Verdauungstrakt daher sehr schwer – vor allem mit sehr fetthaltigem Fleisch – machen, wenn wir unsere Ernährung nicht an die Bedienungsanleitung des Schöpfers angleichen.

(Abbildung zeigt weltweite Verteilung der Laktoseintoleranz: Quelle: Rainer Zenz)

Aber es geht weiter: Milch ist sehr gut! Aber das ist Medizin auch, man muss sie nur entsprechend ihrer Bestimmung anwenden. Muttermilch ist für Babys gedacht und erfüllt hier eine unglaubliche Leistung! Die Muttermilch passt sich mit ihren Nährwerten und Mineralstoffen automatisch und individuell dem Entwicklungsstand und dem Immunsystem des Neugeborenen an – eine wahnsinnig komplexe Leistung, die unsere Industrie bisher nicht kopieren konnte. Jeder guter Frauenarzt und jede gute Hebamme rät den Müttern, ihre Kinder natürlich zu stillen- soweit das möglich ist. Nach dem Abstillen entwickelt der normale Mensch eine Laktoseintoleranz – die Zeit für Muttermilch ist dann vorbei! Nur bei Populationen, die wie unsere westliche Zivilisation seit langer Zeit Milchwirtschaft betreiben, hat sich eine genetische Mutation durchgesetzt, die diese natürliche Unverträglichkeit unterdrückt! Der Schöpfer hat also ursprünglich nur eine gewisse Zeit der Michverträglichkeit vorgesehen. Was wir heute tun, geht weit über das hinaus, was der Schöpfer sich für uns ursprünglich gedacht hat. Nicht nur, dass wir uns mittels über Generationen vererbter Mutation mit aller Gewalt an Milch gewöhnt haben, wir gehen sogar noch weiter: Wir trinken Milch, die für andere Lebewesen vorgesehen waren. Diese artübergreifende Milchzuführ widerspricht jeglicher Vernunft und Schöpfungsidee. Das Jungtier wird von seiner Mutter mit Gewalt getrennt, beide leiden unter dieser Trennung und rufen sich über Tage hinweg verzweifelt gegenseitig. Im 3. Buch Mose finden wir ein Verbot – hier ging es um das Opfern von Jungtieren – diese Trennung von der Mutter zu früh zu vollziehen,[6] dies ist ein barbarischer Akt der keiner Mutter (ob Mensch oder Tier) ausgesetzt werden sollte. Auch die Koscher-Gesetze knüpfen hier an. Beispielsweise dürfen Fleisch und Milch nicht miteinander zubereitet oder verspeist werden, dies hatte sicherlich mehrere Gründe, aber der Hauptgrund für mich ist folgender:

“Ihr sollt ein Ziegenböckchen nicht in der Milch seiner Mutter kochen.”[7]

Es ist schlicht grausam und pervers das Baby in der Muttermilch zu kochen! Die jüdischen Speisevorschriften waren daher sehr streng und man sah sogar eine Wartezeit von mindestens sechs Stunden zwischen dem Verzehr von Fleisch und Milch vor.[8] Sich mit aller Gewalt nicht an die ursprüngliche Idee zu halten, hat grundlegende Folgen für unser Verhalten. Mehrere Studien verweisen auf einen Zusammenhang von Milchkonsum und vielen Zivilisationskrankheiten. 70% unserer zugeführten Eiweiße nehmen wir im Westen durchschnittlich durch tierische Produkte auf, ganz anders die Chinesen: nur 7 % des von Chinesen verzehrten Eiweißes ist tierischer Herkunft. Und die Folgen sind messbar: in China – vor allem in ländlichen Gebieten, in denen man sich noch an die traditionelle Küche hält – kennt man fast keine Herz- und Kreislaufversagen, keinen Krebs und keine Diabetes und auch keine Osteoporose.[9]


Zugeführte tierische Eiweiße im Westen

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Zugeführte tierische Eiweiße in China

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Zu diesen “Zivilisationskrankheiten” zählt auch Diabetes und die Zahlen steigen alarmierend. Die Zahl der Diabetiker und Diabetikerinnen betrug im Jahr 2000 weltweit etwa 150.000.000, diese Zahl wird sich bis 2025 auf 300 Millionen verdoppeln.[10] Meine Oma ist auch an dieser Krankheit gestorben (wobei dieses Wort “gestorben” eigentlich zu milde ist). Es fing mit einer wunden Stelle am Fußzehe an, dieser wurde irgendwann ganz schwarz, musste schließlich amputiert werden, danach der ganze Fuß, Unterschenken und dann das ganze Bein… – den Rest des Krankheitsverlaufes möchte ich meinen Lesern ersparen, es war furchtbar! An eine Ernährungsumstellung dachten meine Großeltern – trotz raten der Ärzte – dabei nicht, im Gegenteil: Jeden Tag wurde weiter ein großes Stück Torte gegessen.

Andere Studien belegen und erklären diese Beobachtungen der “China Studie”:

„Unser Studienergebnis legt nahe, dass der Proteinkonsum eine wichtige Rolle für das Krebsrisiko spielt.“ Luigi Fontana; Washington University in St. Louis[11]

Laborergebnisse belegen, dass tierische Proteine (im Gegensatz zu pflanzlichen Proteinen) ein ideales “Kraftfutter” für Tumore sind, die sie viel schneller wachsen lässt. Sollte sich der Schöpfer etwas mit seiner Speiseempfehlung aus Genesis 1,29 und genetisch verordneten Laktoseintoleranz gedacht haben? Ich gehe davon aus. Übrigens, der frühere US-Präsident Bill Clinton wurde nach dem lesen der China Studie auch Veganer, sein Motiv war es seine “Enkel noch erleben zu können”.

… es ist alles da was wir zum Leben brauchen.

Immer wieder wird in diesem Zusammenhang auch mit einer angeblich notwendigen Kalziumzufuhr als Schutz vor Knochenbrüchen oder Osteoporose durch Milchprodukten argumentiert. Zahlreiche Studien haben diese Behauptung mittlerweile wiederlegt.[12] Kalzium aus tierischen Produkten führt zu keiner Reduierung bei Knochenbrüchen und Osteoporose, im Gegenteil: die oft herbeigeführte Übersäuerung durch diese Produkte führt häufig sogar dazu, dass der Prozess der Osteoporose beschleunigt wird indem der Körper die letzten Kalziumreserven aus den eigenen Knochen abzieht. Milch ist im übrigen nicht der einzige Kalziumlieferant! Beispielsweise enthält 100 g Gouda 800 mg Kalzium, 100 g Sesamsamen aber fast dieselbe Menge (780 mg). Weitere gute Kalziumlieferanten sind als Faustformel vor allem grüne Gemüsesorten (z.B. Brokkoli, Grünkohl, Pak Choi, Fenchel und Lauch), aber auch Nüsse und Feigen, sogar Mineralwasser. Ein weiterer Aspekt ist, dass tierische Lebensmittel keine Ballaststoffe enthalten. Ein Effekt davon ist, dass der Magen obwohl er total vollgestopft mit tierischen Lebensmitteln sein kann, kein Signal an unser Gehirn sendet, dass man satt ist! Der Grund dafür ist, dass die Rezeptoren in unserem Magen nur pflanzliche Nahrung (bzw. ihre Ballaststoffe) registrieren! Anders gesagt: Veganes Essen mach papp satt, tierische Lebensmittel machen kaum satt. Balaststoffen wird zudem eine grosse gesundheitsfördernde Rolle zugeschrieben. sie gelten als Krebsvorbeugend, helfen bei den Cholesterinwerten und dem Blutzuckerwerten. Sollte sich Gott auch dabei etwas gedacht haben? Ich gehe auch davon aus.

Seelenloses Wesen

Eines der ersten Dinge, die ich in diesem Zusammenhang gesagt bekam, war, dass dem Menschen im Gegensatz zum Tier eine Seele gegeben worden sei: Sprich Tiere seien seelenlose Wesen! Tatsächlich stritt die Kirche über Jahrhunderte auch darüber, ob eine Frau eine Seele hätte – diese Fragestellung werden aber heute wohl alle Christen mit „selbstverständlich haben Frauen eine Seele“ beantworten. Die Frage, ob ein Tier aber eine Seele habe, bleibt nicht einheitlich beantwortet. Und das, obwohl es ausdrücklich in der Bibel heißt, dass Tiere eine Seele haben. Ganz am Anfang der Schöpfung heißt es:

[…] allen Tieren der Erde und allen Vögeln des Himmels und allem, was sich auf der Erde regt, in dem eine lebende Seele ist […]. (ELB; 1.Mose 1,30)[13]

Das Wort, das die Bibel für Seele gebraucht, ist näfäsch, und wird sowohl für Mensch als auch Tier verwendet. Ich weiß, dass die Sache komplexer ist und viele Theologen meinen, dass Tiere zwar eine Seele, aber eben keine unsterbliche Seele hätten. Der große Theologe Karl Barth schreibt:

Mit einer Seele der Tiere, jedenfalls im biblischen Sinn des Begriffs eines Lebensprinzips, wird man wohl rechnen müssen. Ob und in welchem Sinn auch sie nicht nur von Gott her, sondern zu Gott hin ist, ist für uns dunkel.

Sprich: Man gibt zu, dass Tiere eine Seele haben; ob diese aber damit auch in den Himmel kommen, wäre eine andere Frage. Nun gut, das ist nicht mein Thema, aber halten wir fest: Mensch und Tier haben eine Seele! Beide können empfinden, leiden und sich freuen und beiden wurde das Leben von GOTT selbst gegeben.

Krönung der Schöpfung

Das zweite, das mir bereits als Kind im Zusammenhang mit der Schöpfung gesagt wurde, war, dass der Mensch die Krone der Schöpfung sei und damit über allen anderen stünde! Begründet wird dies damit, dass der Mensch schließlich als letztes geschaffen worden sei.

Krönung der Schöpfung?

Aber das ist schlicht falsch! Am letzten Tag (dem siebten Tag) wurde etwas ganz anderes geschaffen als der Mensch: Der Sabbat! Nach jüdischer Lesart gibt es in der Tat eine Rangfolge in der Schöpfung, aber nicht der Mensch, sondern der Sabbat schloss diese als Krone der Schöpfung ab

Bewahrungsauftrag

Immer wieder wurde mir auch gesagt, dass der Mensch über die Schöpfung herrschen soll. JA, das soll der Mensch in der Tat:

Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau. Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alles Getier, das auf Erden kriecht. (LU; 1.Mose 1,27f)

Der Mensch wurde als Herrscher geschaffen. Aber eben nicht als irgendein Herrscher, sondern als einer im Ebenbild Gottes. Unsere Herrschaft über die Schöpfung soll die Herrschaft Gottes über uns repräsentieren. Um es auf den Punkt zu bringen: Gott hat keine egoistischen Tyrannen, sondern verantwortliche Herrscher/Verwalter der Schöpfung gewollt.

Schwefelabbau in Indonesien

Franziskus von Assisi (1182-1226), Gründer des Franziskanerordens, sagte:

Gott wünscht, dass wir den Tieren beistehen, wenn sie der Hilfe bedürfen. Ein jedes Wesen in Bedrängnis hat gleiches Recht auf Schutz. Alle Geschöpfe der Erde fühlen wie wir, alle Geschöpfe streben nach Glück wie wir. Alle Geschöpfe der Erde lieben, leiden und sterben wie wir, also sind sie uns gleichgestellte Werke des allmächtigen Schöpfers – unsere Brüder. Alle Gebilde der Schöpfung sind Kinder des einen Vaters und daher Brüder.

Dass dem Menschen mehr Verantwortung gegeben wurde, ist seiner Kompetenz und nicht seines Wertes geschuldet. Ähnlich mache ich es auch zuhause bei meinen Kindern, die ältesten übernehmen Verantwortung über die kleineren und schwächeren – ihnen kann ich es zutrauen, sich gut um ihre kleinen Geschwister zu kümmern. In der gleichen Logik übergab GOTT dem Menschen die Verantwortung über seine Schöpfung. Der Herrschaftsauftrag ist ein Bewahrungsauftrag und kein Freibrief für Tyrannei! Es gibt auch noch ein anderes biblisches Wort, das den Auftrag zur Nachhaltigkeit beschreiben könnte: gute „Haushalter“ zu sein.

Dafür halte uns jedermann: für Diener Christi und Haushalter über Gottes Geheimnisse. Nun fordert man nicht mehr von den Haushaltern, als dass sie für treu befunden werden. (LU; 1.Korinther 4,1f)

Gottes Schöpfung ist voll von seinen Geheimnissen. Diese und alle anderen geistlichen Geheimnisse Gottes sollten die Frommen eigentlich alle treu verwalten. Gott liebt seine ganze Schöpfung! Es ist schon interessant, wie Gott dem Propheten Jona den Kopf wusch, als der die Stadt Ninive lieber zerstört, als verschont gesehen hatte:

Ninive aber hat über 120.000 Einwohner, die nicht zwischen links und rechts unterscheiden können, ganz zu schweigen von den vielen Tieren. Sollte ich eine so große Stadt nicht schonen? (Jona 4,11)[14]

Gott will, dass wir gute Verwalter und Bewahrer der Schöpfung sind! Ja, Tierschutz ist ein Zeichen der Gerechten:

Der Gerechte erbarmt sich seines Viehs; aber das Herz der Gottlosen ist unbarmherzig. (LU; Sprüche 12,10)

Was uns dieser Vers angesichts der millionenfachen Qualen von unseren Masttieren in den einschlägigen Massentötungsfabriken wohl zu sagen hat? Gott ist seine Schöpfung jedenfalls nicht egal, er kennt jeden Spatz, der zu Boden fällt (Mt10,29), und möchte, dass wir Menschen – seine Verwalter – auch dem Tier Erbarmen zeigen. So sollen wir etwa ein entlaufenes Schaf nicht seinem Schicksal überlassen und es – selbst wenn es uns nicht gehört – bei uns zu Hause aufnehmen (5. Mo22,1f), einem gestürzten Esel aufhelfen (22,4), dem dreschenden Ochsen nicht am „Mehlnaschen“ hindern indem wir ihm das Maul verbinden (5.Mo25,4) und Tiere zu kastrieren – eine wirklich grausame und erniedrigende Praxis – ist ebenfalls strengstens durch Gott in der Bibel verboten (3.Mo22,24). Hast Du das gewusst, dass Gott allen “Nutztieren” mindestens einen freien Tag in der Woche per Gesetz verordnete.

Sechs Tage sollt ihr arbeiten. Aber am siebten Tag sollt ihr ruhen, damit euer Rind und euer Esel die Möglichkeit haben auszuruhen und auch der Sohn eurer Sklavin sowie der Ausländer sich erholen können. (2Mo23,12)[15]

Den meisten sind die wirklich teils barbarischen Zustände in der Fleischindustrie durch diverse Reportagen bekannt, weniger bekannt ist den meisten allerdings, dass ähnliche Zustände auch bereits in der Eier.- oder Milchproduktion anzutreffen sind. Nehmen wir einmal das Beispiel Kuh:


Milch einer Kuh 1959

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Milch einer Kuh 1970

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Milch einer Kuh 2017

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In Deutschland gibt es 4,2 Millionen Milchkühe. Diese Kühe sind Milchfabriken, hochgezüchtete Tiere die auf Leistung getrimmt sind. Eine Kuh gab 1959 im Durchschnitt 1.500 Liter Milch pro Jahr, 1970 waren es bereits 3.500 Liter und heute unglaubliche 8.000 – 15.000 Liter. Das entsprich ca. 40-50 Liter pro Tag, zum Vergleich: um ein Kälbchen satt zu bekommen, wären gerade mal acht Liter nötig. Euterentzündungen sind an der Tagesordnung! Pro Liter Milch, müssen 400 Liter Blut durch das Euter fließen. Folge dieser Höchstleistungen: Bei jeder 2. Kuh Euterentzündungen/ Mastitis die “Berufskrankheit der Milchkühe”. Da diese hohe Milchleistung durch natürliches Futter gar nicht zu erreichen wäre, werden die Tiere mit Kraftfutter vollgestopft und bewegen sich kaum, nur 42% der Kühe dürfen selten einmal den Stall verlassen! Würden sich diese Kühe normal durch grasen auf der Weide ernähren, würden sie, des benötigten Energieaufwandes für die Milchproduktion wegen, auf der Weide verhungern! Diese Tiere sind also nicht mehr normal Lebensfähig und völlig an eine industrielle Nutzung angepasst worden.[16] Nach §11b des deutschen Tierschutzgesetzes sind solche Qualzüchtungen offiziell verboten (als Qualzucht bezeichnet man bei der Züchtung von Tieren die Duldung oder Förderung von Merkmalen, die mit Schmerzen, Leiden, Schäden oder Verhaltensstörungen für die Tiere verbunden sind). Dies wird aber in der Massentierhaltung überall ignoriert. So leiden in der Hähnchenzucht 55 bis 90 % der Masthühner an Gelenkerkrankungen, wie Tibiale Dyschondroplasie.[17] 5-9% der Tiere (zwischen 3-6 Millionen) überleben die Turbomast nicht und landen als Abfall auf dem Müll, die 60Mio Weibchen, die in der Hänchenmast nicht benötigt werden sind vorher bereits “entsorgt” worden! Dazu kommen alle Tiere es dann in die Fleischproduktion ‘schaffen’ auch von ihrem Fleisch schmeißt der deutsche Verbraucher im Schnitt 7% weg, das entspricht umgerechnet: umgerechnet 45 Millionen Hühner, vier Millionen Schweine und 200.000 Rinder oder in der Summe 346 Millionen Kilogramm Fleisch![18] Den Auftrag diese Schöpfung zu bewahren und mit ihr verantwortlich umzugehen haben wir damit eindeutig verfehlt.


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Ebenbildlichkeit Gottes

Wir haben bereits gelesen, dass der Mensch im Ebenbild Gottes geschaffen worden ist, sprich, dass wir aneinander und ineinander ein Stück Gott selbst erkennen können. ABER DAS GILT NICHT EXKLUSIV FÜR DEN MENSCHEN:

Frag doch die Tiere, sie werden dich lehren. Frag die Vögel am Himmel, sie verraten es dir. Richte deine Gedanken auf die Erde, sie wird dich unterweisen. Auch die Fische im Meer werden es dir erzählen. Sie alle wissen, dass der Herr sie geschaffen hat. Denn das Leben eines jeden Geschöpfes und der Atem jedes Menschen liegt in seiner Hand. (Hiob 12,7-10)

Auch im Tier erkennen wir nach Aussage der Bibel GOTT! Auch sie sind uns Lehrer seiner Größe und Allmacht. Übrigens kommt bereits 1947 auch der große evangelische Theologe Karl Barth in seiner Lehre von der Schöpfung zu dem Schluss, dass aller Kreatur die gleiche Würde des Schöpfers zukommt.[19]

Die Sintflut

Schreiten wir in Siebenmeilenstiefeln weiter durch die Bibel und bleiben bei der Geschichte der Arche Noah stehen. Nachdem die Menschheit und alle Tiere durch die Vorsehung Gottes gerettet wurden und die Familie Noahs sich als gute Bewahrer der Schöpfung durch ihren Gehorsam zum Bau der Arche erwiesen hatten, schloss Gott einen heiligen Bund mit ihnen. ABER Gott verpflichtete sich nach der Sintflut nicht nur dem Menschen, sondern schloss mit dem Versprechen, nie wieder die ganze Erde durch eine Flut zu strafen, einen ewigen Bund mit Mensch und Tier:

Ich schließe einen Bund mit euch und euren Nachkommen; mit allen Tieren, die mit euch auf dem Schiff waren den Vögeln, den zahmen und den wilden Tieren mit allen Lebewesen auf der Erde: Ich gebe euch das feste Versprechen, niemals mehr durch eine Flut die Erde und alle Lebewesen zu vernichten. (1Mo9,9-11)[20]

Erst seit diesem Bund erlaubt Gott „notgedrungen“ den Fleischkonsum:

Alles, was  ich regt und lebt, das sei eure Speise; wie das grüne Kraut habe ich’s euch alles gegeben. (LU; 1.Mose 9,3)

Bis zu diesem Tag war es dem Menschen verboten (ca. 1650 Jahre lang), Fleisch zu essen. Aber seit diesem Tag war es dem Menschen erlaubt, Tiere zu essen. Tatsächlich bleibt – wenn wir die Geschichte für wahr halten – eine spannende Frage: Was hätten sie auch sonst essen sollen? Denn die gesamte Pflanzenwelt war unter der Sintflut zerstört und erdrückt worden (Orthodoxe Bibellehrer erklären sich so auch die Öl und Kohlevorkommen dieser Welt). Die Bäume und übrigen Pflanzen trugen noch keine Früchte. Alles, was als Nahrung dienen konnte, war in der Arche! In weiser Vorsehung mag dieses auch der Grund dafür gewesen sein, dass Gott alle essbaren Tiere nicht nur paarweise an Bord der Arche brachte, sondern von diesen Tieren jeweils sieben Paare an Bord brachte! Auf diese Weise konnte ihr Fortbestand sichergestellt werden. Übrigens gab Gott dem Tier auch einen „Segen“, eine Art Schutz vor dem Menschen mit auf den Weg: Furcht vor dem Menschen! Bis dato scheint dies den Tieren, etwas Unbekanntes gewesen zu sein. Der Kirchenvater Hieronymus (347-419) folgerte daraus folgendes:

Der Genuss des Tierfleisches war bis zur Sintflut unbekannt; aber seit der Sintflut hat man uns die Fasern und die stinkenden Säfte des Tierfleisches in den Mund gestopft; wie man in der Wüste dem murrenden, sinnlichen Volk Wachteln vorwarf. Jesus Christus, welcher erschien, als die Zeit erfüllt war, hat das Ende wieder mit dem Anfang verknüpft, so dass es uns jetzt nicht mehr erlaubt ist, Tierfleisch zu essen.[21]

Im Übrigen sollte uns die Tatsache, dass ab der Erlaubnis des Schöpfers Fleisch zu essen auch das Lebensalter der Menschen rapide abnahm.

Vegetarier leben länger

Immer mehr rücken Vegetarier und Veganer ins Zentrum der Forschung und die Ergebnisse sind erstaunlich. Das Deutsche Krebsforschungszentrum beobachtete beispielsweise in einer Langzeitstudie 21 Jahre lang das Leben von 1904 Vegetariern, das erste Ergebnis war, dass sich die Sterbequote der Frauen um etwa 30%, bei den Männern sogar um 50 Prozent gegenüber Fleischessern reduziert. Das zweite Ergebnis war, dass Veganer zwar zu wenig Vitamin B12 und D zu sich nahmen, sie aber erstaunlicherweise dennoch keine verstärkte Neigung für entsprechende Mangelerkrankungen wie beispielsweise Osteoporose aufzeigten. Die größte Studie mit über 96.000 Vegetariern ist aus 2002 ist die “Adventist Health Study 2″. Die Adventisten sind die einzige Kirche die ihren Mitgliedern eine vegetarische Ernährung empfiehlt. Außerdem verzichten die meisten von ihnen auf Alkohol und das Rauchen (Gesundheitsschädliche Faktoren, die auch einen großen Einfluss auf die Lebenserwartung haben). An der Studie nahmen Teilnehmer zwischen 30 und unglaublichen 112 Lebensjahren teil. Hier einige stichpunktartig aufgezählten Ergebnisse:

  • Das Diabetesrisiko war halb so hoch wie das der Fleischesser.
  • Im Vergleich zu Fleischessern hatten Veganer ein 50 % niedrigeres Risiko für Bluthochdruck.
  • Veganer hatten ein 16 % niedrigeres Risiko für alle Krebsarten (34 % niedrigeres Risiko für frauenspezifische Krebsarten).
  • Schliefen mehr Stunden pro Nacht.

Männliche Vegetarier leben nach dieser Studie 9,5 und weibliche Vegetarier 6,1 Jahre länger, als ihre Fleisch essenden Mitmenschen. Diese Studie ist auch deshalb Bemerkenswert, da hinter ihr keine Vegetarier.- oder Veganerlobby steckte, sondern vom US National Cancer Institute, National Institutes for Health, US-Landwirtschaftministerium und World Cancer Research Fund finanziert wurde – alles Institutionen die dem Thema vegetarische/ Vegane Ernährung eher skeptisch gegenüberstehen.

Du sollst nicht töten

Das Gebot nicht zu töten, steht nicht nur in den Zehn Geboten, sondern taucht ebenfalls bereits auf den ersten Seiten der Bibel auf (1.Mose 9,5): Hier heißt es, dass das vergossene Blut von Gott gerächt werden wird – die Theologen sprechen hier von „Blutschuld“. Immer wieder wird hier nun von allen Christen zu Recht auf den Unterschied zwischen der Tötung eines Menschen und eines Tieres hingewiesen: Selbstverständlich macht die Bibel hier einen Unterschied! Aber wir staunen darüber, dass unter bestimmten Bedingungen beide Tötungen gleich behandelt und bestraft wurden. In den beiden folgenden Beispielen ging es darum, dass die Tötung eines Tieres aus rituellen Gründen an erstens einem falschen Ort und zweitens aus den falschen Motiven, bzw. der falschen Haltung vollzogen wurde. So findet sich aber das erste Beispiel in einem sehr spannendes Gebot Gottes, das dem Haus Israel gebietet, kein Tier zu schlachten, das nicht dem Herrn geweiht war in 3Mo17,2-6. Vor allem die Erklärung Gottes ist hoch interessant. Hier heißt es bei Verstoß:

[…] dem soll es als Blutschuld angerechnet werden: Blut hat er vergossen und ein solcher Mensch soll ausgerottet werden aus seinem Volk […].

Bis dato sprach man von einer Blutschuld nur bei einem Mord an einem Menschen! Was für eine Aufwertung des Lebens eines Tieres. Auch an ihm können wir uns schwer versündigen. Sicherlich könnte, vielleicht müsste man noch einiges zu diesen Stellen sagen, aber summa summarum können wir all diese Stellen zunächst so zusammenfassen: Gott liebt auch die Tiere. Die Menschen als seine Verwalter tragen eine hohe Verantwortung und sollen das Tier in der Ehrfurcht vor Gott behandeln und bewahren.

Du sollst nicht töten

Das zweite Beispiel findet sich in einer Aussage des Propheten Jesajas:

Meine Hand hat alles gemacht, was da ist, spricht der HERR. Ich sehe aber auf den Elenden und auf den, der zerbrochenen Geistes ist und der erzittert vor meinem Wort. Wer einen Stier schlachtet, gleicht dem, der einen Mann erschlägt; wer ein Schaf opfert, gleicht dem, der einem Hund das Genick bricht; wer ein Speisopfer bringt, gleicht dem, der Schweineblut spendet […].” (LU; Jesaja 66,2f)[22]

Kleine Preisfrage an Dich: Wie viele Tiere werden jedes Jahr für unseren Fleischkonsum getötet (zurzeit leben sieben Milliarden Menschen auf der Erde, ein Bruchteil von ihnen kann sich Fleisch leisten)? Die Antwort ist: Weltweit werden jährlich 53 Milliarden Landtiere geschlachtet, oft nach Lebensumständen, die wir unseren Haustieren niemals zumuten würden.


Jährlich geschlachtete Landtiere weltweit

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Folgende schreckliche Antwort gab die Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag (2013) zu unserer deutschen Fleischindustrie: …Rund 500.000 Schweine sollen pro Jahr qualvoll sterben, weil sie nicht ausreichend mit Gas betäubt wurden, also lebendig ausbluten oder erst im Brühkessel sterben. Bei Rindern geht die Bundesregierung von etwa 200.000 Tieren aus…[23] Ich ganz persöslich glaube – bilde Dir darüber Dein eigenes Urteil -, dass auch wir uns oft der ‘Blutschuld’ an Tieren schuldig machen können! Im Buch des Jesaja beschrieb der Prophet daher eine aus dem Ruder geratene Genuskultur, die nicht zu Gott umkehren wollte:

Aber siehe da, lauter Freude und Wonne, Rinder töten, Schafe schlachten, Fleisch essen, Wein trinken: »Lasst uns essen und trinken; wir sterben doch morgen!« Aber meinen Ohren ist vom HERRN Zebaoth offenbart: »Wahrlich, diese Missetat soll euch nicht vergeben werden, bis ihr sterbt«, spricht Gott, der HERR Zebaoth. (LU; Jesaja 22,13f)

Das selbe Wort (hárôg), dass bei dem Brudermord von Kain an Abel verwendet wurde wird auch hier bei der Tötung von Tieren aus Genusssucht verwendet. Die Haltung, ‘lasst uns das Leben zügellos genießen bevor wir sterben’ und ‘nach uns die Sintflut’ sollte jedenfalls nichts bei uns verloren haben!

Engel isst man nicht

Einen Engel zu essen, eine komische Vorstellung oder? Engel sind Boten Gottes, in der Bibel werden aber nicht nur jene himmlischen Gottesboten Engel (hebr. malak; griech. angelos) genannt die wir damit oft exklusiv damit assoziieren. Das Wort Engel kann auch ganz allgemein als Bote oder Gesandter übersetzt und gebraucht werden. Auch einige menschlichen Boten werden in der Bibel Engel genannt.[24] Neben diesen menschlichen Boten gebraucht Gott aber immer wieder auch andere Mitgeschöpfe – die Tiere – als seine Boten, sprich als seine Engel. In 1. Könige können wir zB. davon lesen, dass Gott Raben als seine Engel anweist den Propheten Elia zu versorgen:

“… und ich habe den Raben geboten, dass sie dich dort versorgen sollen.” (LU; 1.Könige 17,4)

Gott weißt als seine Gesandten tausende Fliegen[25], Frösche[26] und Heuschrecken[27] an in Ägypten als Plagen einzufallen, weißt ein großes Meerestier an den Propheten Jona zu retten und im Neuen Testament versorgt Gott auf wundersame Weise den Apostel Petrus mit dem Geld für die Tempelsteuer durch einen Fisch.[28]

Esel können Engel sehen?

Eine der spannendsten Geschichten in diesem Zusammenhang steht im 4. Buch Mose. In der Geschichte wird deutlich, dass Tiere auch ein starkes geistliches Empfinden haben können und für das Wirken Gottes offen sind.

Am nächsten Morgen stand Bileam auf, sattelte seine Eselin und machte sich […] auf den Weg. Aber Gott wurde zornig, weil Bileam aufgebrochen war. Während Bileam in Begleitung seiner beiden Diener auf seiner Eselin dahinritt, stellte sich der Engel des Herrn Bileam in den Weg, um ihn aufzuhalten. Als die Eselin den Engel des Herrn sah, der ihr mit gezücktem Schwert den Weg versperrte, bog sie vom Weg ab aufs Feld. Aber Bileam schlug die Eselin, um sie wieder auf den Weg zu bringen. Da stellte sich der Engel des Herrn auf einen Hohlweg, der zwischen den Mauern von zwei Weinbergen verlief. Als die Eselin den Engel des Herrn dort stehen sah, drückte sie sich fest an die Mauer und klemmte dabei Bileams Fuß zwischen sich und der Mauer ein. Da schlug Bileam die Eselin erneut. Der Engel des Herrn ging noch ein Stück weiter und stellte sich an einer Stelle auf, die so eng war, dass man weder nach rechts noch nach links ausweichen konnte. Als die Eselin diesmal den Engel sah, legte sie sich unter Bileam auf den Weg. Bileam packte die Wut und er schlug sie mit seinem Stock. Da gab der Herr der Eselin die Fähigkeit zu sprechen. »Was habe ich dir getan, dass du mich dreimal schlägst?«, fragte sie Bileam. »Du hast mich zum Narren gehalten!«, rief Bileam. »Hätte ich ein Schwert dabei, so würde ich dich jetzt töten!« »Bin ich nicht die Eselin, auf der du schon immer geritten bist?«, entgegnete die Eselin. »Habe ich etwa früher schon einmal so etwas getan?« »Nein«, gab Bileam zu. Der Herr öffnete Bileam die Augen, sodass er den Engel des Herrn mit gezücktem Schwert in der Hand auf dem Weg stehen sah. Da verneigte sich Bileam vor ihm und warf sich zu Boden. »Warum hast du deine Eselin dreimal geschlagen?«, wollte der Engel des Herrn von ihm wissen. »Ich bin gekommen, um dir den Weg zu versperren, weil du sonst vor meinen Augen ins Verderben rennst. Dreimal hat die Eselin mich gesehen und ist mir ausgewichen. Andernfalls hätte ich dich mit Sicherheit getötet und die Eselin am Leben gelassen.« (NL; 4.Mo22,22-33)

Eine wirklich fantastische Geschichte oder? Sie lehrt uns, dass Tiere auch für das Wirken Gottes offen sind und ein Bewusstsein haben: ja sogar ein Rechts.- und Unrechtsbewusstsein! In Psalm 36 heißt es:

“Deine Gerechtigkeit ist unerschütterlich wie die Berge und dein Urteil gründet tief wie das Meer. Herr, du sorgst für Menschen und Tiere gleichermaßen.” (NL; Psalm 36,7)

Allzu schnell sind wir versucht diese göttliche Versorgung als eine allgemeine Gnade abzustempeln, die ja schließlich das das Wachsen der Pflanzen allen Geschöpfen zuteil würde, aber das ist viel zu kurz gegriffen! Vor allem in der Weisheitsliteratur heißt es, dass auch Tiere im Gebet zu Gott um Versorgung bitten und Gott ihr Gebet erhört:

Dann brüllen die jungen Löwen nach Nahrung, die auch sie von Gott erwarten. (NL; Psalm 104,21) Er ernährt die wilden Tiere und die jungen Raben, die nach Nahrung schreien. (NL; Psalm 147,9)

Wer gibt dem Raben das Futter, wenn seine Jungen zu Gott schreien und ohne Nahrung umherirren? (NL; Hiob 38,41)

Auch der Prophet Joel knüpft an dieses Gebet der Tiere an:

Die Tiere schreien vor Hunger! Die Rinderherden sind verstört, weil sie keine Weide finden. Das Kleinvieh geht jämmerlich zugrunde. Zu dir, Herr, rufe ich! Das Feuer hat die Weiden verbrannt und die Bäume zerstört. Sogar die wilden Tiere schreien zu dir, weil sie verdursten. Die Flüsse sind ausgetrocknet, das Feuer hat alles Leben vernichtet. (NL; Joel 1,18-20)

In den Sprüchen werden verschiedene Eigenschaften von Tieren als außerordentlich weise und für uns Vorbildlich genannt:

Ameisen – sie sind nicht stark, aber sie sammeln Nahrung für den Winter; Klippdachse4 – sie sind nicht mächtig, aber sie bauen ihre Häuser inmitten der Felsen; Heuschrecken – sie haben keinen König, aber sie ziehen doch in geordneten Scharen aus; Eidechsen – sie sind leicht zu fangen, aber sie finden sich sogar in den Palästen der Könige. Drei haben einen majestätischen Gang – und vier schreiten voll Stolz daher: der Löwe, der König der Tiere, der nichts fürchtet; der stolzierende Hahn; der Ziegenbock; der König an der Spitze seines Heers. Ob du nun dumm oder klug gehandelt hast, als du dich für besser hieltst – halte dir den Mund zu! (NL; Sprüche 30,25-28)[29]

Tiere sind also auch geistlich empfindsame Mitgeschöpfe, die Gott als seine Boten/ Engel gebraucht, deren Gebete er erhört und die er uns als Vorbilder gegeben hat! Von guten Boten und Vorbildern lernt man und isst sie nicht.

Mitleid

Die Fähigkeit Mitleid zu empfinden ist eine von Gott geschaffene, total komplexe und interessante Eigenschaft. Wissenschaftler erklären uns, dass wir in unserem Gehirn sogenannte “Spiegelneuronen” besitzt die uns in Leidsituationen anderer tatsächlich mitempfinden lassen. Beispielsweise erzählt uns ein Bekannter, dass er beim Fahrradfahren bahrfüßig in die Speichen gekommen und gestürzt ist. Er zeigt uns seine gebrochenen Fußzehen und die lange Schnittverletzung am Kopf die bei Sturz zu Stande gekommen ist. Wenn er dann fortfährt und uns dann auch noch im Detail erzählt wie die die Wunde an Ort und Stelle ohne Betäubung vom Notarzt genäht wurde, seine verdrehten Fußzehen im Krankenhaus wieder gerichtet werden mussten etc. dann verziehen wir schmerzhaft das Gesicht. Ja teilweise können wir den Schmerz sogar richtig körperlich nachempfinden, wir fassen uns an unseren eigenen Kopf und Fuß – die Spiegelneuronen lassen uns tatsächlich den Schmerz des anderen an den entsprechenden Körperstellen nachempfinden. Das ist ein körperlicher Prozess, der uns letztlich zu sozialen Wesen werden lässt. Auch für unsere Ethik ist das sehr interessant und aufschlussreich. Denn das selbst empfundene Leid wollen wir instinktiv abschalten, wir erreichen das entweder durch Verdrängung (indem wir das Leid des anderen nicht sehen wollen) oder wir werden aktiv und lindern das Leid des anderen. Mitgefühl zu unterdrücken, den anderen nicht helfen zu wollen ist eine Pervertierung der göttlichen Idee unserer Spiegelneuronen und verändert uns, ja kann uns sogar krank machen. Umgekehrt Mitgefühl zuzulassen, in Aktionen der Hilfe umzusetzen ist göttlicher Auftrag und eine Eigenschaft der Kinder Gottes.

Schließlich sollt ihr alle einig sein, voller Mitgefühl und gegenseitiger Liebe. Seid barmherzig zueinander und demütig. (1.Petrus 3,8[30])

Ich denke sogar, dass wir in vielen Dingen viel instinktiver handeln sollten. Ja sogar die Bibel sagt uns, dass es uns als Menschheit gesagt ist was richtig und falsch ist, es ist in uns allen angelegt.

Es wurde dir, Mensch, doch schon längst gesagt, was gut ist und wie Gott möchte, dass du leben sollst. Er fordert von euch nichts anderes, als dass ihr euch an das Recht haltet, liebevoll und barmherzig miteinander umgeht und demütig vor Gott euer Leben führt. (Micha 6,8)[31]

Als Menschen ist es uns aber nach der Katastrophe des Sündenfalls gelungen viele dieser göttlichen Instinkte und Impulse zu verdrängen, wir haben uns dazu diverse Rechtfertigungen und Verteidigungsmechanismen einfallen lassen. Beispielsweise vermeiden Soldarten es ihre Gegner als Menschen zu bezeichnen. So nannten im Vietnamkrieg die US-Soldarten ihre Gegner selten Vietnamesen, sondern stattdessen “Reisfresser”, ” Vietcong”[32] und noch mal entfremdeter “Charlie”[33]. Diese Strategie der Namensgebung findet sich in allen Kriegen, Konflikten, Völkermorden, im Rassismus, Sexismus usw. Mit der neuen Namensgebung degradieren wir den Gegner zum Untermenschen und erklären/ rechtfertigen so, dass wir kein Mitgefühl mit unserem Nächsten haben müssten. Den selben Mechanismus finden wir auch in unserem Umgang mit Tieren. Interessanterweise arbeiten unsere Spiegelneuronen auch bei dem Leid von Tieren und unser Mitgefühl endet nicht beim Mitmensch, sondern gibt uns auch beim Tier den Impuls zum helfen.

Wie wir mit unseren „Nutztieren“ umgehen ist eine Schweinerei

Ich wohnte in Ostfriesland gegenüber einer Schlachterei. Hier wurden jeden Montagmorgen ab 5:00Uhr Schweine geschlachtet. Die ganze Nachbarschaft hörte das “Kwieken” der Tiere. Erst viel später als Heranwachsender erkannte ich, dass das Kwieken Schreie vor Schmerzen oder Todesangst waren. Als ich vor einigen Jahren auf YouTube ein Video sah musste ich beschämt an diese Zeit zurück denken. Auf dem Video waren tausende Schweine zu sehen die in Asien auf Grund einer Schweieseuche “gekeult” wurden. Auch in dem Begriff “Keulen” findet sich der bekannte Verdrängungsmechanismus, wir sprechen nicht vom töten, sondern nur vom keulen. Über Tage fuhren Lastwagen mit unzähligen Schweinen in der Nacht zu einer 3 Meter tiefen Grube und kippten die Tiere hier lebendig ab. Die ersten Tiere brachen sich bei dem “abladen” bereits etliche Knochen, andere vielen auf andere Tiere und überlebten den Aufprall und liefen in der riesigen Grube umher (Muttertiere und kleine Ferkel kauerten sich zusammen). Das Video war in Zeitraffer aufgenommen, immer mehr Lastwagen kamen und kippten immer mehr lebendige, gesunde Tiere ab. Langsam war die Grube unten voll, aber die lange Schlange an Lastwaren hörte und hörte nicht auf. Schließlich wurden die Tiere gestapelt und gestapelt und gestapelt – sie erdrückten sich gegenseitig! Dann hörte die Zeitraffer auf und man konnte das Video in Echtzeit sehen und “hören”: Sofort schossen mir Tränen des Mitgefühls in die Augen – und ich will nicht verschweigen, dass beim schreiben dieser Zeilen meine Gottgegebenen Spiegelneuronen wieder kräftig anspringen und mir Tränen über die Wange rollen – mit einer unglaublichen Lautstärke schrien die Tier vor Schmerzen und Panik um ihr Leben! Die Kamera viel dem Tierschützer in diesem Augenblick aus der Hand zu Boden und man sah weinen Männer und Frauen die sich die Ohren zuhielten. Der laute Todeskampf der Tiere war unerträglich und kaum auszuhalten, Gottes Spiegelneuronen arbeiteten auf Hochtouren! Ich bin davon überzeugt, dass auch Gott – in dessen Bild wir geschaffen sind – so etwas wie Spiegelneuronen hat, die nicht nur beim Leid von uns Menschen, sondern auch beim Leid von Tieren anspringen! Wir haben diesen Vers schon einmal gelesen, wollen es aber noch einmal tun:

Ninive aber hat über 120.000 Einwohner, die nicht zwischen links und rechts unterscheiden können, ganz zu schweigen von den vielen Tieren. Sollte ich eine so große Stadt nicht schonen? (Jona 4,11)[34]

Gott hatte Mitleid mit Mensch und den vielen Tieren! Immer wieder erwähnt Gott das Leid von Mensch und Tier zusammen.[35] Warum ist uns das millionenfache Leid der Tiere so egal? Warum ignorieren und verdrängen wir das Mitgefühl mit dem Tier und warum rechtfertigen wir unser Handeln mit abenteuerlichen, Haarsträubenden Begründungen? Wir sprechen vom “dreckiger Köter” und ” Streuner”, statt vom Hund; vom “Federvieh”, statt vom Vogel; vom “Viehzeug”, statt von “Kühen” usw. Mitleid zuzulassen und nicht zu verdrängen, das eigene Mitleid für das andere Wesen (Mensch und Tier) in Aktion und Hilfe gehen zu lassen ist ein Merkmal der Gerechten – Unbarmherzigkeit, fehlendes Mitgefühl ist ein Zeichen von Gottlosigkeit!

Nachhaltigkeit

Ich habe im Internet auf der Seite www.footprint-deutschland.de einmal meine persönliche Nachhaltigkeitsquote anhand meines ökologischen Fußabdruckes – sprich wie viel Fläche ich durch mein Leben im Jahr verbrauche (Öl, Konsum, Ernährung etc.) – errechnen lassen. Mein ökologischer Fußabdruck ist 4.15 Hektar. Ein fairer Fußabdruck sollte aber nur 1.8 Hektar groß sein, denn wenn alle meinen Lebensstil hätten, benötigten wir 2,31 Erden. Der Ehrenrettung halber weise ich aber darauf hin, dass ich mich mit meinem Fußabdruck wenigstens unter dem deutschen Durchschnittsabdruck von 5.1 Hektar bewege. Und doch muss ich als Fazit folgenden Schluss ziehen: Nachhaltige Haushalterschaft sieht anders aus![36] Unglaublich, aber unser Lebensstil ist demnach streng genommen sogar grundgesetzwidrig. Da heißt es in Artikel 20a: „Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.“

Nachhaltigkeit ist biblisches Gebot

Aber gehen wir mal nach diesem Schwenker zum Grundgesetz zurück zur Bibel. Eine kleine Reise durch die Bibel zeigt, wie tief dieser Auftrag der nachhaltigen Haushalterschaft eigentlich in das Leben der Frommen verankert gehört. Ja selbst in Ausnahmefällen wie im Kriegsfall war es geboten, sich nachhaltig an der Natur, ja selbst an den Ressourcen der Feinde zu verhalten:

Müsst ihr eine Stadt lange belagern, um sie einzunehmen, sollt ihr keine Obstbäume fällen, sondern ihre Früchte essen. Legt keine Axt an sie. Sie sind doch keine Feinde, die ihr angreifen müsst! (5.Mose 20,19)

Das Sabbatjahr, indem alle 7 Jahre der Acker brach leigen sollte, war nicht nur dafür da, dass sich selbiger erholen konnte, sondern auch, dass sich in dieser Zeit die Armen und wilden Tieren davon ernähren durften![37] Die bekannte Osterinsel ist – wie ich finde – ein gutes Beispiel dafür, was es bedeuten kann, keine guten Haushalter und Bewahrer der Schöpfung zu sein. Die Insel wurde recht spät, erst um das Jahr 900 n. Chr. besiedelt, 1722 wurde sie von uns Europäern entdeckt. Jeder kennt heute die riesigen Statuen auf der Insel, es gibt 887 Stück davon. Die größte Figur ist 21 Meter hoch und wiegt ganze 270 Tonnen. Wie haben die Inselbewohner diese riesigen Statuen aufstellen können? Diverse Analysen und Wurzelabdrucke belegen, da s die Insel einst dicht mit Palmen bewachsen war. Die Palmwälder bedeckten nach seriösen Schätzungen etwa 70 Prozent der Inselfläche. Dann plötzlich begann, in der Mitte des 13. Jahrhunderts, die Abholzung der Palmwälder. Wahrscheinlich wurde das Holz für die Boote, für den Transport und die Aufrichtung der Steinfiguren und wohl auch als Getränk gebraucht – eine gefällte Honigpalme liefert über 400 Liter eines zuckerhaltigen Saftes. Die Folgen waren dramatisch: Wo der Palmwald abgeholzt war, trocknete der Boden unter dem vorherrschenden Wind aus und wurde durch Regen und bei Stürmen davongetragen. Ein großer Teil des Gebietes wurde für den Ackerbau gänzlich ungeeignet. Es kam, wie es kommen musste: Hungersnöten waren die Folge und die Bevölkerung ging um 70 % zurück. Es kam sogar zu Kannibalismus und um 1680 zu Bürgerkriegen (sprich bloß 300 Jahre später), in deren Verlauf die meisten der Steinfiguren umgekippt wurden – die Statuen wurden zum Symbol ökologischer Unvernunft. Captain Cook, der die kahle Insel 1774 erreichte, beschrieb die Einwohner als „klein, mager, ängstlich und elend”.[38] Was für ein mahnendes Beispiel für den schonungslosen Raubbau an der Natur. Zurück zur Bibel. Nachhaltigkeit war in der Bibel ein Gebot des Alltags:

Wenn ihr unterwegs auf dem Boden oder in einem Baum ein Vogelnest findet, in dem junge Vögel oder Eier mit der Vogelmutter sind, dann sollt ihr nicht die Mutter zusammen mit den Jungen nehmen. Die Jungen dürft ihr nehmen, die Mutter sollt ihr aber fliegen lassen. Dann wird es euch gut gehen und ihr werdet lange leben. (5. Mose 22,6f)

Die Bibel fordert einen nachhaltigen Anbau von Lebensmitteln, diese Lebensmittel müssen nicht alle mit einem Siegel zertifiziert sein – nach dem Motto: Christen dürfen nur noch „BIO“ kaufen –, aber für eine nachhaltige Landwirtschaft sollten sich alle Christen eigentlich als Gottes Haushalter einsetzen! Nachhaltigkeit bedeutet einfach, die Zukunft verantwortlich im Blick zu haben, etwas so anzubauen, dass wir alle lange etwas davon haben und nicht nur wenige, sondern alle davon profitieren! In der Apokalypse des Johannes, der Offenbarung, gibt es die Geschichte von den vier apokalyptischen Reitern – ein grausiger Blick in die geistliche Welt. Aber in unserem Zusammenhang höchst interessant. Von dem dritten Reiter heißt es nämlich:

Und ich hörte eine Stimme mitten unter den vier Gestalten sagen: Ein Maß Weizen für einen Silbergroschen und drei Maß Gerste für einen Silbergroschen; aber dem Öl und Wein tu keinen Schaden! (LU; Offb 6,6)

Eigendlich sind genügend Lebensmittel für alle da

Weizen, das war das Grundnahrungsmittel Nummer eins! Ein Maß Weizen für einen Silbergroschen entspricht einer acht- bis zwölffachen Verteuerung, einem ganzen Tageslohn! Wenn dieser Tagelöhner noch eine Familie zu ernähren hat, dann bedeutet diese Verteuerung bitteren Hunger! Gerste war damals vor allem Tierfutter, auch dieses wird – so prophezeit es die Bibel – eines Tages von einer riesigen Verteuerungswelle betroffen sein und bei Mensch und Tier für Hunger sorgen. Spannend ist aber, dass Öl und Wein nicht von dieser Verteuerung betroffen sein werden! Öl und Wein sind im Sprachgebrauch der Offenbarung ein Bild für Luxusartikel der Reichen. Die Reichen werden von der prophezeiten weltweiten Verteuerung der Grundnahrungsmittel am Ende der Zeit nichts merken. Sie werden davon nicht betroffen sein. Grausame Ereignisse, die die Bibel für die Endzeit (nach christlicher Lehre die letzten Tage der Menschheit vor der Wiederkunft Jesu) ankündigt. Aber machen wir uns nichts vor: Das ist eine Entwicklung, in der wir mittendrin stecken und für die wir selbst verantwortlich sind! Für viele Menschen ist so ein Szenario bittere Realität. Unser Hunger nach tierischen Lebensmitteln verschärft die weltweite Wasserknappheit. Ein Beispiel: für die Produktion eines einzigen Hamburgers werden 2.400 Liter Wasser verbraucht, also eine Menge, die dem täglichen Trinkwasserbedarf von etwa 1.000 Menschen entspricht! Zum Vergleich brauchen wir für ein Kilo Kartoffeln 106 l Wasser, für ein Kilo Geflügel bereits 4.323 l, pro Kilo Schweinefleisch unglaubliche 5.988 l und für ein kleines Kilo Rindfleisch 15.415 l Wasser!

[…] Der Mangel an Trinkwasser wird in Zukunft weltweit Konflikte auslösen. Schon ab 2022 steigt das Risiko laut einem US-Bericht dramatisch an, betroffen sind vor allem Entwicklungsländer. Wer den Zugang zu Wasser kontrolliert, könnte damit Kriege gewinnen […].[39]

Auch der Flächenverbrauch ist unglaublich: Pro Kilo Kartoffeln brauchen wir 0,25 qm; pro Kilo Geflügel 8-10 qm; für ein Kilo Schweinefleisch 9-12 qm und für ein Kilo Rindfleisch unglaubliche 27-49 qm! Etwa die Hälfte der globalen Getreideernte und rund 80 Prozent der Sojabohnen werden von uns an Schlachttiere verfüttert. Da sich laut Welternährungsorganisation FAO bis zum Jahr 2050 der Fleischkonsum wahrscheinlich weltweit verdoppel wird, entsprechen die verfütterten Nahrungskalorien dann dem Jahresbedarf von 3,5 Milliarden Menschen! Das ist unter objektiven Gesichtspunkten alles andere als Nachhaltigkeit! Die FAO-Studie[40] aus 2006 belegt, dass unser Fleischkonsum für mehr CO2 in der Atmosphäre verantwortlich ist, als das gesamte weltweite Verkehrsaufkommen! Tanja Dräger de Teran ist WWF-Referentin für Klimaschutz und Ernährung und rechnet uns in einem Interview zur Studie “Klimawandel auf dem Teller” vor:

„Wenn jeder Bundesbürger nur einmal pro Woche auf Fleisch verzichten würde, könnte das zu einer jährlichen Einsparung von rund neun Millionen Tonnen Treibhausgas-Emissionen führen. Das entspricht umgerechnet 75 Milliarden PKW-Kilometern“[41]

Korintherbrief – Essen ist wie Sex

Für viele Christen ist Sex heute fast etwas Sakrales, Essen hingegen etwas Banales. In der Zeit, in der das Neue Testament geschrieben wurde, war beides für viele (vor allem aus der griechischen Umwelt) etwas Banales: Sex und Essen war nichts Geistliches, sondern etwas „für den Bauch“, ein banales Bedürfnis, das befriedigt werden wollte. Über Beides – das Essen und die Sexualität – lehrt Paulus im Brief an die Korinther.

Rot ist die Liebe

Interessant ist der Parallelismus, den Paulus bei beiden Lehreinheiten anführt. Zunächst spricht er über einen falschen Umgang mit Sexualität (Unzucht) und leitet seine Lehreinheit mit folgendem Satz ein:

Mir ist alles erlaubt. Aber nicht alles ist gut. Es ist mir zwar alles erlaubt, doch ich will mich von nichts beherrschen lassen. (1.Korinther 6,12)

Macher mag jetzt schlucken und diese Einleitung für das Thema nicht für möglich halten, aber ich lade Dich dazu ein, auch diese Bibelstelle zu überprüfen und gegenzulesen. Zunächst bitte ich Dich aber, den Gedanken weiterzuverfolgen, denn das Interessante ist, dass Paulus seine Lehreinheit über das Essen (Fleisch, das nicht JAHVE geweiht war) mit genau den gleichen Sätzen einleitet:

Es ist alles erlaubt, aber nicht alles ist hilfreich. Es ist alles erlaubt, aber nicht alles ist gut. (1.Korinther 10,23)

Tatsächlich kommen aber die meisten Christen zu dem Schluss – und damit verstehen sie Paulus richtig -, dass Sexualität (A) außerhalb der Ehe nicht im Plan Gottes ist, (B) keine banale Triebbefriedigung ist, sondern (C) etwas zutiefst Geistliches ist! Aber genau dasselbe sagt Paulus auch über das Essen! Essen ist keine banale Triebbefriedigung, sondern etwas zutiefst Geistliches! Im Zusammenhang des Abendmahles lehrt er (1Kor10,20-22) sogar, dass ein falscher Umgang mit Essen vom Abendmahl ausschließe und eine Gemeinschaft mit Dämonen gleichkommt! Meine Frage an uns ist: Messen wir nicht mit zweierlei Maß? Sex ist für viele Christen etwas Sakrales, Essen hingegen etwas Banales – das ist falsch! Beides ist etwas Geistliches und Ausdruck unseres Glaubens! Aber Moment mal, was hatten wir hier gelesen? “… aber nicht alles ist gut.” – wie wir festgestellt haben fördern tierische Proteine das Krebswachstum, erhöhen die Wahrscheinlichkeit von rheumatischen und Herzkreislauferkrankugen usw. Der Konsum ist zwar biblisch “legal”, aber gemessen an den Folgen “saudumm”, oder? Vom Kirchenlehrer und Bischof Basilius (330–379) ist folgende Aussage überliefert:

„Der Leib, der mit Fleischspeisen beschwert wird, wird von Krankheiten heimgesucht; eine mäßige Lebensweise macht ihn gesünder und stärker und schneidet dem Übel die Wurzel ab. Die Dünste der Fleischspeisen verdunkeln das Licht des Geistes.”

Himmlische Perspektive

In unserer kleinen Reise durch die Bibel sind wir in der Unschuld des Paradieses gestartet, haben festgestellt, dass der Mensch und alle Tiere ursprünglich als Vegetarier geschaffen worden sind, aber dies ist nicht nur unsere Vergangenheit, sondern auch unsere biblische Perspektive und Zukunft. Über die Zustände im Himmel heißt es:

Da werden die Wölfe bei den Lämmern wohnen und die Panther bei den Böcken lagern. Ein kleiner Knabe wird Kälber und junge Löwen und Mastvieh miteinander treiben. Kühe und Bären werden zusammen weiden, dass ihre Jungen beieinander liegen, und Löwen werden Stroh fressen wie die Rinder. Und ein Säugling wird spielen am Loch der Otter, und ein entwöhntes Kind wird seine Hand stecken in die Höhle der Natter. Man wird nirgends Sünde tun noch freveln auf meinem ganzen heiligen Berge; denn das Land wird voll Erkenntnis des HERRN sein, wie Wasser das Meer bedeckt. (NL; Jesaja 11,6-9)

Himmlische Perspektive – Menschen & Tiere leben friedlich zusammen

Wolf und Schaf sollen beieinander weiden; der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind, aber die Schlange muss Erde fressen. Sie werden weder Bosheit noch Schaden tun auf meinem ganzen heiligen Berge, spricht der HERR. (NL; Jesaja 65,25)

[…] und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. (LU; Offb 21,4)

Der Himmel wird ein Ort sein, in dem es KEINEN TOD, LEID, GESCHREI oder SCHMERZEN mehr geben wird. Tiere und Menschen werden wie einst im Paradies wieder in Frieden zusammenleben. Sowohl unsere Vergangenheit als auch unsere Zukunft wird also kulinarisch „fleischlos“ sein. Warum also auf ein Stück Himmel heute schon verzichten? Jesaja und die Offenbarung geben uns einen kleinen Einblick in den Willen Gottes der im Himmel wieder hergestellt sein wird, aber jetzt meine spannende und provozierende Frage: Was bedeutet es für uns heute, wenn wir den Willen Gottes für den Himmel erkannt haben und heute im Vater Unser “… dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden…” beten? Sollten wir ihn nicht auch heute, hier und jetzt umsetzen wollen? Tatsächlich gibt es bereits heute einige vegetarische Raubtiere! Das klingt zunächst einmal paradox und unglaubwürdig, ist aber so. In dem berühmte “Tiger Temple” in Thailand werden Tiger von den dort lebenden Mönchen vegetarisch ernährt. Der wohl berühmteste vegetarische Löwe heißt “Little Tyke”, die Löwin gibt der Wissenschaft bis heute Rätzel auf, denn das in Gefangenschaft aufgewachsene Raubtier weigerte sich von alleine Fleisch zu essen. Little Tyke gilt als absolute Ausnahme und Kritiker sprechen vieleicht zu Recht von einer nicht Art gerechten, natürlichen Haltung, dennoch erinnert uns diese Geschichte an die gelesenen Jesajastellen, oder? Beispiel: Der Pandabär. Der Pandabär zählt wie alle Bären anatomisch zu den Fleischfressern, sein Verdauungsapparat hat typische Fleischfressermerkmale, sein Gebiss ist das eines Raubtieres, trotzdem ernährt er sich fast ausschließlich vegetarisch. Warum der Panda das tut weiß heute noch kein Mensch, aber er tut es. Er kann zwar nur ca. 20% des Bambus’ verwerten und muss daher fast ununterbrochen essen und aufs “Klo” gehen, aber zumindest seine Ausscheidungen sind ein wahrer Segen als Dünger für die Flora seiner Umwelt. Aber auch unser Braunbär ernährt sich überwiegend vegetarisch, zu seiner Hauptnahrung zählt: Gräser und Kräuter (hier vor allem Bärlauch), Eicheln, Bucheckern, Kastanien und Beeren aller Art. Auch alle Affen (mit denen wir 99 % unseres Erbgutes teilen) ernähren sich fast ausschließlich vegetarisch obwohl sie sehr ausgeprägte, angsteinflößende Eckzähne – die Typisch für Raubtiere – sind haben.

Zusammenfassung

Bitte verzeihe mir meine spitze Zuge, aber ich möchte die bisher gelesenen Argumente einmal in einem provozierenden Satz zusammenfassen. Wer behauptet, dass gesundes, veganes Essen unmöglich sei der ignoriert erstens, dass wir laut Bibel genau dazu geschaffen wurden und sich die Menschheit so über 1600 Jahre ernährte; unsere Großeltern sich größtenteils so ernährt haben; sich aktuell über eine Milliarde Menschen der Welt so mehrheitlich – ohne dabei unsere Zivilisationskrankheiten zu kennen – ernährt; zweitens, unseren Schöpfungsbewahrungsauftrag; drittens unsere himmlische, fleisch.- und gewaltlose Zukunft und schenkt stattdessen einer relativ jungen Fleisch und Milchindustrie bzw. -.lobby glauben! cover_Buch_3dUm es noch einmal abschließend klipp und klar zu sagen: NEIN, es gibt KEINE GEBOT die das Fleischessen in der Bibel verbietet, aber ein paar gute biblische Gründe dafür gibt es schon. Du fandest diesen Artikel spannend? Dann teile ihn. Dieser Artikel war ein Auszug aus meinem aktuellen Buchmanusript zu dem Thema. In dem Buch wird es noch viel mehr biblische.- und kirchengeschichtliche Blickwinkel zu diesem Thema geben. Hast Du zB. gewusst, dass Paulus Vegetarier und Fleischesser in seinen Briefen direkt anspricht und es hier – vieleicht ähnlich wie heute – einige Spannungen gab? Oder hast Du gewusst, dass die Kirche sehr schnell anfing Vegetarier blutig zu verfolgen und zu unterdrücken? Auch im Alten Testament gab es Vegetarier… – dies und vieles mehr in meinem neuen Buch in Kürze.

 

ANMERKUNG: Diese Ausführungen sind Teil meinen Buchmanuskriptes „Die Danieldiät“. Ich habe zig Verlage angeschrieben, aber christlichen Verlagen war das Thema zu ‚heiß‘ und säkularen Verlagen zu ‚christlich‘. Ich gebe aber noch nicht auf! Sollte ein Verlag dennoch Interesse an meinem Manuskript haben bitte ich um eine Rückmeldung.


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Quellennachweise

Bilder in Beitrag von pixabay.com [1] Augustinus, De Civitate Dei I, 20 [2] Klaus Grünwaldt; Vegetarismus; URL: https://www.bibelwissenschaft.de/wibilex/das-bibellexikon/lexikon/sachwort/anzeigen/details/vegetarismus-3/ch/d52ddbdb241db2760121110e28f5601a/ ; bibelwissenschaft.de; Dez 2007 [3] Nach dem apokryphen “Evangelium der Zwölf” hätte Judas dem Hohepriester Kaiphas in der Nacht von Donnerstag auf Freitag verraten, dass Jesus für sein Passahmahl kein Lamm schlachten ließ, worauf dieser geantwortet habe: “Wahrlich, dies ist kein Passahfest nach dem Gesetz des Moses. Er hat eine Tat begangen, die todeswürdig ist; denn es ist eine schwere Übertretung des Gesetzes. Wozu brauchen wir noch weitere Zeugen?” (Kapitel 76, 28) [4] vgl. 1. Korinther 11, 23-25 [5] katholischer Katechismus; Nr. 2417 [6] 3.Mose 22,27-28 [7] Exodus 23:19 und 34:26 [8] Talmud, ibid., 105a. [9] T Colin Campbell & Thomas M Campbell; China Study: Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise – Bio, 2. Auflage (29. Juli 2011); Systemische Medizin [10] Deutsche Diabetes-Union: Gesundheitsbericht Diabetes 2007 [11] Petra Apfel; Ernährung: Eiweiß erhöht Krebsrisiko; https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/krebs/news/ernaehrung_aid_120654.html; 07.12.2006 [12] Warensjo E, Byberg L, Melhus H, et al. Dietary calcium intake and risk of fracture and osteoporosis: prospectiv  longitudinal cohort study. BMJ. 2011; Seite 342:147. / Feskanich D, Willett WC, Colditz GA. Calcium, vitamin D, milk consumption, and hip fractures: A prospective study among postmenopausal women. Am J Clin Nutr. 2003; Seite 77:504-511. / Cumming RG, Klineberg RJ. Case-control study of risk factors for hip fractures in the elderly. Am J Epidemiol. 1994;Seite 139:493-503. [13] Hervorhebung durch den Autor [14] Hervorhebung durch den Autor [15] Hervorhebung durch den Autor [16] Die ungesunde Seite der Milch. So krank sind unsere Milchkühe; URL: https://www.tz.de/welt/so-krank-sind-unsere-milchkuehe-ungesunde-seite-milch-tz-3518821.html; 04/ 2014 [17] Jost Maurin; Leistungszucht ist eine Qual für Tiere. Wachsen, bis es wehtut; URL: https://www.taz.de/!121908/; 08/2013 [18] “Fleischatlas extra: Abfall und Verschwendung”; Berlin; Oktober 2014 URL: https://www.boell.de/sites/default/files/fleischatlas2014-extra.pdf [19] Barth Karl, Kirchliche Dogmatik, Bd  3: Die Lehre von der Schöpfung, zitiert nach Teutsch (s. Fn. 1) [20] Hervorhebung durch den Autor [21] Kirchenvater Hieronymus, Adversus Jovinianum I, 18 [22] Zum Verständnis: ‘Schweineblut’ und ‘Hunde’ galten Juden als absolutes Tabu und Unrein. [23] https://www.heute.de/Billiges-Fleisch-lebendig-geschlachtet-30425270.html [24] 1Mo32,4; Apg12,15 ; Jak2,25 [25] 2 Mos 8,13 [26] 2 Mos 8,1 [27] 2 Mos 10,12 [28] Matthäus 17,24-27 [29] Hervorhebung durch Autor [30] Hervorhebung durch den Autor [31] Hervorhebung durch den Autor [32] Der Begriff Việt cộng stellte eine Kurzform der Bezeichnungen Việt Nam Cộng-sản („Vietnamesischer Kommunist“) [33] Die militärische Abkürzung von “Viet-cong” lautete „VC“. Die Entsprechungen der beiden Buchstaben im NATO-Alphabet sind Victor und Charlie, weshalb der unter US-amerikanischen Soldaten geläufige Name für ihre Fein e kurz Charlie war. [34] Hervorhebung durch den Autor [35] Jer14,2-6; H s4,3; Jo1,18ff; Hag1,11 [36] Meinen Fußabdruck in Punkto “Ernährung” konnte ich mit meiner veganen Ernährung von 35% auf nur noch 1% reduzieren. [37] 2.Mose 23,11 [38] Jürgen Paeger; “Eine Botschaft von der Osterinsel“ URL: https://www.oekosystem-erde.de/html/osterinsel.html (Stand: 2006) [39] Spiegel online. “Expertise der Geheimdienste US-Bericht warnt vor Ära der Kriege um Wasser“ URL: https://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,823207,00.html (Stand: 22.03.2012) [40] https://www.fao.org/docrep/010/a0701e/a0701e00.HTM [41] Fleisch: Vom Klimawandel und dem Tellerrand. Was kann jeder tun, um das Klima zu schützen? Anders essen, sagen die Studien des WWF. Vor allem weniger Fleisch; URL: https://www.wwf.de/themen-projekte/landwirtschaft/ernaehrung-konsum/fleisch/fleisch-frisst-land/

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„Gott hilft denen die sich selber helfen“ – oder?
Leser 579
Nein, dieser Satz steht so nicht in der Bibel. Es ist kein Vers, sondern ein deutsches Sprichwort. Wie es mit Sprichwörtern so ist ist oft etwas dran,...
Warum ich mich als Christ politisch engagiere? Hier meine Antwort.
Leser 1257
Suchet der Stadt Bestes... Warum ich mich in der Politik engagiere? Es ist für mich eine Konsequenz der Nächstenliebe! Politik leitet sich vom griech...
Die Herde – ein Bild für die Kirche
Leser 770
In diesem Blogbeitrag veröffentliche ich für Dich exklusiv einige Ausschnitte aus einem meiner Bücher. Diesmal aus dem Buch Einfach überirdisch – entd...
Staatsschulden? Das Erlassjahr die Lösung
Leser 148
Pfingsten und das Erlassjahr - ein Schuldenschnitt für alle. Lese hier eine preisgekrönte Predigt mit vielen spanendem, aktuellem Hintergrundwissen un...
Aktion-Eine-Schale-Reis (kostenloser Download)
Leser 945
Aktion-Eine-Schale-Reis. Bekannt aus Radio & TV. Aus Solidarität ein Selbstversuch. Die folgende Kampanie habe ich zusammen mit Pastor Marcel Red...
Krötengottesdienst – das Original (kostenloser Download)
Leser 369
Die Bibel ruft an vielen Stellen zu einem ethischen Umgang mit Geld auf. Mein "Krötengottesdienst" widmet sich diesem Themenbereich und wurde mittlerw...